Gerade große Unternehmen aus der Old Economy trifft man heute auch auf Facebook an, kann dort Kontakt aufnehmen, seine Fragen der Community stellen und sich hin und wieder an einem Shitstorm beteiligen. Firmen haben längst das Potential von Facebook und Co. erkannt: Soziale Netzwerke bieten ihnen eine Möglichkeit, kostengünstig, zielgerichtet und effizient einen sehr großen Pool aus potentiellen Kunden anzusprechen, mit den bestehenden Kunden in Kontakt zu bleiben  und Neuigkeiten / Angebote schnell und einfach zu kommunizieren. Die wenigsten denken hierbei an Vorteile in der Suchmaschinenoptimierung durch die Verwendung von Social Media – warum auch? Hat doch selbst Matt Cutts behauptet, Social Media sei das am meisten überschätzte Ranking-Thema! Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Nutzerströme gezielt lenken

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Google Likes, Shares, Tweets und so weiter stärker in den Ranking-Algorithmus integriert, da man bei kaum einer anderen Methode so sicher sagen kann, dass in jedem Falle ein menschliches Individuum diese Website als lobenswert erachtet. Aber selbst wenn Social Signals heute noch mehr oder weniger irrelevant sind: Das Ranking können sie (indirekt) trotzdem beeinflussen. Google misst schließlich das Nutzerverhalten und über soziale Netzwerke bekommt man meist nicht nur irgendwelche Nutzer, sondern auch genau diese Nutzer, die sich für die auf der Webseite angebotenen Produkte oder Dienstleistungen interessieren. Demzufolge verbleiben diese dann auch länger auf der Seite, was Google positiv zur Kenntnis nimmt. Des weiteren können User auf sozialen Netzwerken ganz einfach Links und Posts teilen, die ihnen gefallen, sodass eine ansprechend gestaltete Webseite unter Umständen nur durch natürliche Shares einen exponentiell steigenden Traffic zur Folge haben kann, und nicht vergessen: Qualitativ hochwertiger Traffic!

Social Signals klug einbauen

Nicht nur direkt von Facebook oder Google+ aus kannst du die sozialen Signale, die deine Website erhält, beeinflussen. Über einfach zu integrierende Like-, Share-, Tweet- und +1-Buttons ist es möglich, den Website-Besucher mit nur einem Klick zum Multiplikator zu machen. Auf seiner Pinnwand wird ein Like / Share angezeigt, was dessen Freunde wiederum sehen. Deine Website wirkt durch mehr soziale Anerkennung seriöser und der Websitebesucher stellt durch die belohnende Bewertung deiner Webseite eine tiefere Vertrautheit zu der Seite her, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass er länger darauf verweilt oder häufiger wiederkommt. Diese sozialen Buttons sollten jedoch nicht mit dem Ziel eingebaut werden, möglichst schnell möglichst viele Likes und Shares zu erhalten, sondern sollten lediglich eine Ergänzung zu interessanten Inhalten sein. Langweilige Inhalte oder Duplicate Content wird wohl eher seltener geteilt, da der Nutzer es nicht als wichtig genug erachtet, um seine Pinnwand damit vollzustopfen. Lieber weniger kleine Buttons, als die ganze Website damit zuzukleistern.

Social Media frühzeitig nutzen

Wie ich bereits angesprochen hatte: Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gerade klein, dass Google irgendwann beginnen wird, soziales Feedback in die Bewertung von Webseiten mit einfließen zu lassen und dann sollte man nicht erst nochmal neu bei 0 starten. Am besten ist es, sich frühzeitig eine Facebook-Leserschaft aufzubauen, regelmäßig neue und interessante Beiträge zu posten und somit einen natürlichen Nutzerstrom zu generieren. Sobald Google der Ansicht ist, dass diese Faktoren für das Ranking entscheidend sein sollten, wirst du es nicht bereuen – und bis dahin erhältst du durch Social Signals Besucher auf deine Website(s).

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