Egal, welches Online-Projekt man umsetzen möchte, Webspace und Domain sind nun mal Pflicht – und wer sich keine eigene Serveranlage leisten kann oder nicht über das nötige Know-How verfügt, der greift am besten zu den mittlerweile sehr günstigen Hosting-Paketten deutscher Hoster zurück.

Aber welches Angebot ist das richtige für mich und auf was kommt es dabei an? Im heutigen Artikel werde ich einige Fragen zum Thema Webhosting und Hosting-Vergleich beantworten.

Was benötige ich für meine Seite?

Im Prinzip braucht man zwei Dinge für das eigene Projekt im Internet: Einen Webspace und eine Domain. Wichtig ist, dass die Domain keine Markenrechte verletzt, möglichst kurz ist und natürlich auch noch frei ist. Aus SEO-technsicher Sicht haben länderspezifische Domains im jeweiligen Land einen leichten Ranking-Vorteil, zum Beispiel .de-Domains in Deutschland, wobei dieser Unterschied bei gut optimierten Websites kaum ins Gewicht fällt. Wichtig ist, dass du von Anfang an weißt, was du umsetzen möchtest: Willst du ein Content-Management-System aufsetzen, dann benötigst du mindestens eine SQL-Datenbank, eMail-Postfächer sollten auch vorhanden sein und ein FTP-Zugang ist ebenso Pflichtprogramm.

Deutliche Unterschiede gibt es im jeweiligen BackEnd bei der Verwaltung der unterschiedlichen Hosting-Anbieter, wobei zwar alle für Laien auch verständlich sind, letztendlich ist es aber Geschmackssache, welches BackEnd man vorzieht. Viele Hoster bieten in einem Komplettpaket aus Webspace und Domain auch vorinstallierte Content-Management-Systeme wie WordPress oder Joomla! an, allerdings solltest du genau überlegen, ob du dich für eine solche Installation entscheidest, da man bei einer manuell eingerichteten CMS-Installation einige Freiheiten hat, die einem das vorinstallierte System eines Hosters nicht immer bietet, zum Beispiel was die Berechtigungen angeht. Hier also nochmal eine kurze Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte eines Sorglos-Pakets:

  • Webspace (mind. 1 GB)
  • Top-Level-Domain inkl. (z.b. .de)
  • FTP-Zugänge
  • E-Mail Postfächer
  • Mind. 1 SQL-Datenbank

Nach welchen Kriterien entscheiden?

Webhosting ist heute so günstig wie nie, da die Konkurrenz in dieser Branche sehr hoch ist und der daraus resultierende Konkurrenzdruck die Preise niedrig hält. Von komplett kostenlosen Angeboten solltest du jedoch die Finger lassen, da hier oft nur Sub-Domains angeboten werden oder die Seiten anschließend mit Werbung zugepflastert sind. Für gutes Hosting solltest du bereits sein, Geld auszugeben und der Qualität den Vorzug zu geben, da sich eine schwache Server-Performance oder geringe Verfügbarkeit des Webspace negativ auf das Ranking bei Google auswirken kann und natürlich bedeutet, dass Besucher deine Website entweder nicht erreichen können oder nicht die Geduld haben, mehrere Sekunden lang zu warten, bis die Seite geladen ist.

Bei jedem größeren Hoster wie Strato, Hetzner oder 1&1 sollten Probleme bei Geschwindigkeit und Erreichbarkeit nicht vorkommen, bei kleineren oder unbekannten Hostern solltest du zunächst nach Kundenrezensionen suchen. Was ein ebenfalls sehr wichtiger Punkt ist, ist das Traffic-Volumen. Hier solltest du in jedem Fall ein Paket nutzen, das eine unbegrenzte Traffic-Flatrate bietet, um dein Projekt skalierbar zu halten. Gute Hosting-Pakete gibt es schon ab wenigen Euro pro Monat inklusive einer Top-Level-Domain; für kleinere Projekte wie Blogs, Unternehmenswebsites oder Info-Seiten reichen wenige GB Speicherplatz aus und die Kosten können zwischen 20 und 50 Euro pro Jahr liegen.

Welches ist der beste Web-Hoster?

Diese Frage ist unmöglich zu beantworten, da jeder größere Web-Hoster eigene Pakete anbietet, ein eigenes BackEnd bereitstellt und sich durch andere Punkte von der Konkurrenz abhebt. One.com zum Beispiel betreibt seine Server in Dänemark und nutzt hierfür ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. 1&1 hat Deutschland als Server-Standort, was Performance-Vorteile bietet und ebenfalls von Google registriert wird. In der Regel entscheiden sich die Kunden im Bereich des Web-Hostings nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei man bei Angeboten von One, 1&1, Strato, etc. eigentlich nichts falsch machen kann.

Gerade bei den großen Hostern sind Vorgänge wie Domain-Umzüge oft sehr schnell und stark automatisiert abzuwickeln, weshalb keine größeren Schwierigkeiten entstehen sollten. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass kleinere Webhoster hier sehr oft Probleme bereiten und teilweise am Rande der Legalität agieren, weshalb ich dringend davon abrate, sich ohne vorherige Informationen oder Beratung eines Internet-Dienstleisters für ein kleineres Hosting-Unternehmen zu entscheiden.

Fazit

Gutes Webhosting kostet Geld – zwar nicht viel, aber du solltest gewillt sein, Webhosting als wichtiges Standbein deines Erfolges im Internet zu akzeptieren, da mangelnde Hosting-Performance der Killer für jedes noch so gute Web-Projekt sein kann. Deshalb mein Tipp: Wenn du dich nicht gut genug auskennst, lass dich von deinem SEO, Webdesigner oder einem erfahrenen Bekannten ausführlich zum Thema Webhosting beraten und wäge sorgfältig ab, welches Paket das Richtige für dich ist und wie du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erzielst.

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Kommentare

  1. com-5

    Hallo Dominik,

    Als Blogger bzw. Webmaster ist es zwingend notwendig das man einen Webhoster hat auf den man sich verlassen kann, es gibt nichts Schlimmeres, als wenn die eigene Seite oft nicht erreichbar ist oder viel zu lange Ladezeiten aufweist.
    Ich nutze seit Ewigkeiten den Anbieter Wulfnetworx, bin bis jetzt sehr zufrieden mit meiner Wahl, Leistung und Preise sind super!

    LG Chris

    1. Dominik

      Hallo Chris,

      ich selber bin bei One.com und auch absolut zufrieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut und der Chat-Support super freundlich und sehr kompetent!

      LG

  2. Marco

    Hallo Dominik,

    das ist ein umfangreiches Thema, was du da anschneidest 🙂

    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Wahl des Webhosters vom geplanten Webauftritt abhängig gemacht werden sollte. Wer beispielsweise einen Platz zum „basteln“ sucht, also nur ein paar eigene Projekte testen möchte, der kann ruhig zu einem richtig günstigen Angebot greifen. Wenn es aber um gewerbliche Projekte geht, mit denen man selbst oder eigene Kunden Geld verdienen, dann sollte beim Hosting auf keinen Fall gespart werden. Neben Performance und Verfügbarkeit ist dabei auch ein kompetenter und ein im besten Fall rund um die Uhr erreichbarer Support wichtig.

    Zudem sollte man sich vor allzu kleinen „Wohnzimmerhostern“ in Acht nehmen. Eine gewisse Firmierung sollte schon vorhanden sein. Schließlich vertraut man dem Anbieter persönliche Daten an. Und viele der zu kleinen Hoster sind, wie die Vergangenheit gezeigt hat, leider genau so schnell wieder vom Markt verschwunden, wie sie entstanden sind.

    Gruß,
    Marco

    1. Dominik

      Hallo Marco,

      danke für deinen Kommentar.

      Ich kann dir nur zustimmen, vor allem was die „Wohnzimmerhoster“ angeht, da ich, wie im Beitrag bereits erwähnt, bereits negative Erfahrungen damit gemacht habe. Wer beim Web-Hosting spart, hat meiner Ansicht nach schon verloren, das Grundgerüst fehlt dann einfach oder ist brüchig.

      LG

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