Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann es im OffPage-Bereich schnell mal passieren, dass man gerade schön fleißig am Links aufbauen ist (nicht kaufen) und man sich irgendwann wundert, warum die eigene Domain schneller in den Google Suchergebnissen absäuft als die Titanic.

Ein möglicher Grund hierfür kann die ausschließliche Verwendung von harten Money-Keywords als Ankertext sein, was von Google im Zuge der jüngsten Updates weiter abgestraft wurde. Dabei ist die richtige Verwendung von Ankertexten ein Streitthema, über das man stundenlang philosophieren könnte. In diesem Beitrag zeige ich, welche verschiedenen Arten von Anchortexten es gibt, wie man sie richtig einsetzt und was man dabei zu beachten hat.

Welche Ankertexte gibt es überhaupt?

Im Prinzip gibt es vier verschiedene Typen von Ankertexten, die Google unterscheidet:

  • Brand – Firmen-/ oder Markenname oder URL („keywordmonitor.de“)
  • Money – Einzelnes Keyword mit hohem Suchvolumen und hoher CPC („Kredit“)
  • Compound – Zusammensetzung mehrere Worte & Keyword („Jetzt passenden Kredit finden“)
  • Other – Andere Wörter wie „hier“

Brand-Keywords genießen bei Google bereits seit längerer Zeit etwas Vogelfreiheit, was sich mit dem Panda 4.0 Update allerdings etwas entschärft hat. Brands erhalten jetzt keine großen Boni mehr, sodass auch kleinere Seiten mit qualitativ hochwertigen Inhalten die Spitze der SERPs erreichen können, ohne von großen Konzernen im Keim erstickt zu werden. Money-Keywords sind, wie die Erklärung bereits besagt, harte Linktexte, die aus einem einzigen Wort bestehen, das ein hohes Suchaufkommen und hohe CPC-Kosten vereint. Compound-Anchortexte sind Ankertexte bestehend aus mehreren Wörten und einem Keyword, das jedoch semantisch Sinn ergibt. Und zum Schluss gibt es noch die anderen Keywords wie „hier“ oder „weiterlesen“, die eigentlich absolut nichts-sagend sind und nur als Aufforderung dienen.

Was ist nun am sinnvollsten?

Wie bereits erwähnt hat Google harte Money-Keyword Links seit einigen Jahren regelmäßig abgestraft und hier ist nicht wirklich ein Ende in Sicht. Das ist meiner Meinung nach aber eine sehr positive Entwicklung, da somit schlechte Websites nicht durch permanentes Keyword-Ankern an die Spitze gepusht werden können, sodass gute Websites schlechter abschneiden würden. Prinzipiell ist eine gesunde Mischung aus den ersten drei Ankertexten wohl am sinnvollsten, zumindest haben wir diese Erfahrungen in den letzten Jahren gemacht. Auch wenn Brand-Ankertexte keine Narrenfreiheit mehr haben, so sind sie zumindest nicht schlecht und zeigen Google, dass die Domain eine gewisse Bekanntheit / Autorität haben sollte. Money-Ankertexte kann man natürlich benutzen, allerdings sollte man nur sehr wenige Backlinks mit diesem Anchortexte ausstatten, um nicht in eine Penalty zu rutschen. Compound-Keywords machen ebenfalls viel Sinn, denn sie bieten die Möglichkeit, Money-Keywords in Verbindung mit anderen Tätigkeiten zu verwenden, ohne eine Strafe von Google riskieren zu müssen. Ich persönlich verteile meine Link-Texte folgendermaßen:

  • Brand: 60%
  • Compound: 30%
  • Money: 10%

Dies ist natürlich keine Erfolgsgarantie, die ohne Anpassungen bei jeder anderen Domain funktioniert, für alle unsere Projekte und Kunden hat sich dieser Weg allerdings bewährt.

Warum nutzen wir keine Keywords, die unter die „Other“-Kategorie fallen? Ganz einfach: Diese sagen überhaupt gar nichts aus. Wenn man total einfallslos ist, dann wählt man eben einen Brand-Text aber keine „Other“. Bei einem sehr prominenten Beispiel ist dies jedoch auf natürlichem Wege zustande gekommen: Für viele Leute ist der Adobe Acrobat Reader das Standard-Tool zum Öffnen von .PDF-Dateien und oft sehen die Beschreibungstexte zu PDFs dann so aus: „Um diese Datei zu öffnen, laden Sie diese Software hier herunter“, wobei das hier auf die Adobe-Acrobat-Reader Seite verlinkt. Deshalb ist der Adobe Reader bei Google auf Platz 1 zum Begriff „hier“ gelistet.

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