Egal ob du einen Blog betreibst, eine Firmenpräsenz im Internet gestaltest oder eine Plattform erstellst – Erwartungen sind im Webdesign eine grundlegende Sache und jeder Besucher, der auf deine Website kommt, hat Erwartungen. Dabei spielt es keine Rolle ob der Besucher zum ersten mal auf deiner Webseite ist, über welche Traffic-Quelle er gekommen ist oder wie viele Seiten er sich ansieht. Im heutigen Artikel möchte ich dir erklären, wie du die Erwartungen deiner Nutzer am besten einschätzen und erfüllen kannst.


Plus für Bounce-Rate und Verweildauer

Viele Optimierungsmaßnahmen für Websites konzentrieren sich auf das Halten von Besuchern auf der Seite, die Minimierung der Absprungrate und der Maximierung der Verweildauer. In der Regel führen solche Optimierungen zu mehr Umsätzen oder Conversions, können jedoch auch Vorteile im Bereich der Suchmaschinenoptimierung mit sich bringen, da Google das User-Verhalten misst und dieser Punkt immer wichtiger bei der Beurteilung von Webseiten wird. Yandex, die größte russische Suchmaschine, wertet teilweise Backlinks überhaupt nicht mehr, sondern verlässt sich auf OnPage-Maßnahmen und eben auch das Verhalten der Seitenbesucher.

Wenn ein Website-Besucher zum Beispiel über eine Google-Suche auf deine Seite kommt, so hat er immer eine Intention, da er ja eine Suchmaschine benutzt hat. Findet er das Gesuchte nicht, springt er zurück zu den Suchergebnissen und wählt ein anderes Ergebnis aus. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du weißt, welche Erwartungen deine Besucher an deine Webseite stellen, um diese erfüllen zu können und den Traffic länger auf deiner Seite zu behalten.


Welche Erwartungen haben meine Besucher?

Die Erwartungen deiner Besucher herauszufinden, kann sich als schwierig gestalten. Am einfachsten überprüfst du die Traffic-Quellen, um Rückschlüsse auf die vorhergehenden Seiten oder die Suchanfragen der Nutzer herauszufinden. Da Google Analytics kaum noch Suchanfragen anzeigt, sondern meist nur noch „Not Provided“ angibt, solltest du lieber die Suchanfragen in den Google Webmaster Tools der Google Search Console wählen. Diese sind zwar bei weitem nicht so zuverlässig und genau wie die Analytics-Daten vor einigen Jahren, geben aber einen ersten Ausblick auf die Suchanfragen, die zu deiner Webseite geführt haben.

Einfacher ist es, die Referral-Quellen zu betrachten, also die Benutzer, die über einen Link von einer anderen Seite zu deiner gefunden haben. In Analytics kannst du sogar die Einzelseiten der Verlinkungen aufrufen, sodass du eine detaillierte Liste von verlinkenden Unterseiten erhältst, über die Besucher auf deine Seite gekommen sind. Über das Thema und den Inhalt dieser Seite, sowie den zum Link stehenden Kontext, kannst du nun abschätzen, welches Interesse der Besucher beim Aufruf deiner Seite hatte und welche Erwartungen er stellen könnte.


Erwartungen befriedigen – aber wie?

Wenn du erst einmal weißt, was deine Besucher eigentlich wollen, kommt es darauf an, diese Erwartungen auch in ausreichendem Maße zu befriedigen. Natürlich sind die Erwartungen einzelner Personen immer unterschiedlich, es gibt jedoch Muster, an die du sich halten kannst. Betrachten wir zunächst die Startseite von Facebook. Hier finden du ein Registrierungsformular, eine LogIn-Zeile, sowie einen großen Call-To-Action Button und alles in der Corporate Identity des Unternehmens und der Plattform. Was wollen die Website-Besucher von Facebook? Sie möchten sich entweder registrieren oder einloggen – genau diese beiden Erwartungen erfüllt Facebook exzellent mit dieser Startseite.

Auch andere Online-Plattformen wie Twitter oder LinkedIn haben ihre Startseiten nach diesem Muster gestaltet, sodass kaum Absprünge stattfinden dürften, da der Nutzer genau das präsentiert bekommt, was er sich beim Aufruf der Seite erwartet. Wenn du einen Blog aufrufst, was erwartest du dann? Ein Logo, eine Übersicht über die aktuellen Artikel und vielleicht eine Sidebar. Hast du schonmal einen Blog gesehen, der ein Fullscreen-Startbild bereitstellt? Nein, denn das würde überhaupt nicht den Erwartungen eines Nutzers entsprechen und deshalb würde eine sehr hohe Bounce-Rate / Absprungrate das Resultat sein.

Landing-Pages von Online-Shops sind ebenfalls nach einem festen Muster aufgebaut. Da sehr viele Websites über eigene Landing-Pages verfügen, weiß der Nutzer beim Betreten einer Landing-Page, dass er folgendes erwarten kann: Eine Überschrift mit den Unique-Selling-Propositions (USPs), vielleicht die beliebtesten Produkte oder Dienstleistungen, einen großen Call-to-Action-Button und etwas SEO-Text. Der Nutzer bekommt, was er sich vorstellt und springt auf Grund dessen nicht sofort wieder ab.


Fazit

Wenn du eine Webseite erstellst, solltest du von Anfang an die Bedürfnisse und Erwartungen deiner potentiellen Besucher mit in die Planung und Gestaltung miteinbeziehen, um spätere Überarbeitungen nicht nachholen zu müssen. Du hast bereits Erfahrungen mit der Optimierung von Websites im Hinblick auf Besucher – Erwartungen im Webdesign gemacht oder haben Fragen? Dann kommentiere diesen Beitrag.

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