Bilder SEO beschreibt alle Tätigkeiten aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung, um die Rankings von bestimmten Bild-Dateien in den Google Suchergebnissen unter der Bilder-Suche zu steigern. Dabei ist Bilder SEO in erster Linie der OnPage-Optimierung zuzuordnen und beschäftigt sich viel mit technischem SEO.

Die Wichtigkeit der Suchmaschinenoptimierung für Bilder wird von vielen Website-Betreibern unterschätzt, denn gerade bild-lastige Websites wie Online Shops, Fotographie-Seiten oder ähnliches ziehen einen großen Teil des Traffics direkt aus der Google Bildersuche. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass durch das Vernachlässigen von Bilder SEO bei Online Shops durchaus Einnahmen verloren gehen können.

Wie funktioniert Bilder SEO?

Grundsätzlich stehen SEOs bei der Optimierung von Bildern oder Seiten mit vielen Bild-Dateien vor einem großen Problem: Google, bzw. die Crawler und Bots der Suchmaschine, sind blind – sie können keine Bilder interpretieren. Google kann zwar in der Theorie Bilder relativ gut scannen und thematisch einordnen, dieses Verfahren wäre für die große Masse an täglich gecrawlten Websites jedoch schlicht und ergreifend zu aufwändig.

Bei der Bilder-Suchmaschinenoptimierung muss nun dafür gesorgt werden, dass die Suchmaschine etwas mit dem Bild anfangen kann: Die Bild-Datei sollte leicht indexiert werden können, das Thema sollte aus den Meta-Angaben hervorgehen und thematisch zum restlichen Inhalt der einzelnen Unterseite passen, auf der die Grafik verwendet wird. Diese drei Schritte stellen die Vorgehensweise bei der Suchmaschinen-Optimierung für Bilder dar.

Indexierung von Bildern vereinfachen

Wie auch bei der herkömmlichen Suchergebnis-Seite zählt für Google vor allem, dass die Suchmaschinen-Nutzer möglichst passende Ergebnisse erhalten. Aus diesem Grund gibt es einige Richtlinien, an die sich Website-Betreiber halten sollten, um Bilder auf einer Seite leichter für Google zugänglich zu machen. Zunächst sollten diese natürlich nicht per robots.txt-Datei für Bots ausgeschlossen werden – hier wäre eine Indexierung unmöglich.

Auch die Bildgröße, sowie das Bildformat und das Dateiformat spielen eine Rolle für die Indexierung und das Ranking in der Google Bilder-Suche. Die Bild-Größe sollte etwa zwischen 300 und 1200 Pixeln pro Kante sein, denn diese Größen werden oft benötigt. Das Format sollte möglichst gängig sein, also etwa 4:3, 16:10 oder ähnliches. Gerade Infografiken, die sehr vertikal orientiert sind, haben oft Ranking-Nachteile.

Auch das Format einer Datei kann Einfluss auf das Ranking haben. Gibt es zu einer Suchanfrage beispielsweise sehr viele Ergebnisse, so wird auch hier die CTR eines Bildes von Google mit in die Bewertung mit eingerechnet. PNG-Dateien verfügen über relativ verlustfreie Kompression, sodass diese oft besser ranken. JPGs sind wesentlich kleiner, haben eine höhere Performance und ranken deshalb in der Regel auch sehr gut.

Meta-Angaben von Bildern

Die Meta-Angaben bei Bildern helfen dem Suchmaschinen Crawler dabei, die Informationen, die ein Bild dem Betrachter vermitteln soll, auswerten zu können. Außerdem können diese die Seitenladegeschwindigkeit positiv beeinflussen. Die folgenden Meta-Daten können benutzt werden, um SEO für Bilder zu optimieren:

  • Meta-Titel (title)
  • Meta-Beschreibung (description)
  • Meta-Alternativtext (alt)
  • Bild-Breite (width)
  • Bild-Höhe (height)

Natürlich müssen diese Angaben nicht zwingend gemacht werden, allerdings sollten möglichst viele dieser Informationen bereitgestellt werden, sofern das Content Management System dies zulässt.

Der Meta-Titel gibt einfach nur den Titel des Bildes an und sollte möglichst kurz und prägnant sein. Ein bis zwei Wörter reichen hier völlig aus, um Google effektiv mitzuteilen, was das Bild darstellen soll.

Die Meta-Description ist eine Beschreibung der auf dem Bild oder der Grafik gezeigten Inhalte. Hier können durchaus fünf bis sechs Wörter stehen, die eine genauere Beschreibung der gezeigten Elemente liefern.

Der Alternativtext eines Bildes, auch Alt-Tag genannt, stellt einen Text dar, der angezeigt wird, wenn das Bild nicht verfügbar ist, zum Beispiel weil dies nicht mehr vorhanden ist. Der Alt-Tag ist eine der wichtigsten Meta-Angaben für Bilder und sollte unter keinen Umständen fehlen.

Die Breite und Höhe des Bildes können mit den Tags width und height angegeben werden. Diese beinhalten einfach nur die Anzahl an Pixel, die das Bild breit und hoch ist. Auf diese Weise können Browser das Bild schneller darstellen und der Crawler muss die Infos nicht aus der Bilddatei selbst herauslesen.

Wichtig ist, dass der Inhalt jedes einzelnen Meta-Tags einen Mehrwert liefert und nicht zum Beispiel der Titel, die Beschreibung und/oder die Alternativtext-Angabe identisch sind. Dies würde außerdem ein klarer Fall von Duplicate Content sein. Ein beispielhaftes IMG-Tag könnte also folgendermaßen aussehen:

<img src=“http://domain.de/bild.jpg“ title=“SEO Tipps“ description=“Nützliche Tips zur Suchmaschinen-Optimierung“ alt=“Bild für SEO Tipps“ width=“400″ height=“300″ />

Thematische Relevanz des Kontexts

Jedes Bild auf einer Webseite verfügt über eine eigenständige Seite, auf der es eingebettet wird. Auf der typischen Unterseite einer Website sind natürlich nicht nur Bilder vorhanden, sondern auch Texte. Diese Text werden vom Crawler ebenfalls ausgelesen und in Relation mit den auf der Seite bestehenden multimedialen Inhalten gesetzt – also auch mit Bildern und Grafiken.

Da einzelne Unterseiten in der Regel nur ein abgegrenztes Thema behandeln, kann Google davon ausgehen, dass ein Bild, das auf einer thematisch einem bestimmten Themenbereich zuzuordnenden Seite untergebracht ist, auch dieses Thema behandelt. Durch die Optimierung des Textes auf einer Seite kann der Webmaster also auch bis zu einem gewissen Punkt beeinflussen, wie Google eine Bild-Datei einordnet.

Dies geschieht wie die klassische OnPage-Optimierung auch über die Keyword-Dichte innerhalb des Textes. Taucht in einem Text auf einer Seite oft ein bestimmter Schlüsselbegriff auf, so kann eine Suchmaschine davon ausgehen, dass ein auf dieser Seite verwendetes Bild auch den Bereich dieses Keywords thematisiert.

Aber auch klassische OnPage-SEO Faktoren spielen bei der Bilder SEO eine Rolle, denn eine Unterseite, die technisch kaum optimiert ist, wird von Google als nicht so hochwertig angesehen, demzufolge leiden auch die Inhalte der Einzelseite darunter.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt bei der Suchmaschinenoptimierung für Bilder ist die interne und externe Verlinkung einer Seite, die ein zu optimierendes Bild beinhaltet. Wird eine Einzelseite sowohl von der eigenen Domain aus, als auch von anderen Domains oft verlinkt, so erhält diese Seite sehr viel Linkjuice, was sich letztendlich auch auf die Inhalte auswirken kann.