Cloaking (aus dem englischen: „ummanteln“) ist eine Technik aus der Suchmaschinenoptimierung, die zum Ziel hat, den Crawlern der Suchmaschinen speziell für diese optimierte Seitenstrukturen und -Inhalte zu liefern, um die Rankings effektiv steigern zu können. Cloaking ist Black-Hat-SEO und wird von Google abgestraft.

Wie funktioniert Cloaking?

Beim Cloaking werden für Suchmaschinen-Crawler und menschliche Besucher unterschiedliche Inhalte ausgeliefert. Dies hat zum Zweck, die Inhalte für jede Nutzergruppe speziell anpassen zu können. Da Suchmaschinen vorwiegend Texte verarbeiten, werden hier sehr text-lastige Strukturen ausgeliefert, bei Menschen optisch ansprechende.

Cloaking wurde früher vor allem bei Websites eingesetzt, die hauptsächlich mit der Flash-Technologie arbeiteten. Google hatte lange Zeit enorme Probleme, diesen Flash-Code auslesen und indexieren zu können. Mittlerweile ist dies kein Problem mehr für die Crawler, auf Flash sollte aus Performance-Gründen dennoch verzichtet werden.

Ob ein Website-Aufruf durch einen menschlichen Besucher oder durch einen Crawler durchgeführt wird, lässt sich auf verschiedene Weisen herausfinden. Aus diesem Grund halten Suchmaschinen-Betreiber die Namen vieler Crawler unter Verschluss. Eine Identifizierung per IP-Adresse ist wiederum sehr aufwändig und fehleranfällig.

Die Anfangszeiten von Cloaking

Die ersten Versuche, Suchmaschinen über den Inhalt einer Seite mit Hilfe von Cloaking zu täuschen, stammen noch aus der Zeit, als Suchmaschinen noch sehr neu im Internet waren. Die Crawler waren zu dieser Zeit bei weitem nicht so intelligent wie heute und Black-Hat-SEO war quasi an der Tagesordnung.

Zu dieser Zeit übermittelten findige Website-Betreiber den Crawlern Inhalte, die suggerierten, auf der Webseite würden Disney-Filme behandelt werden. Tatsächlich wurden an menschliche Besucher jedoch pornografische Inhalte ausgeliefert. Dies führte dazu, dass zu Anfangszeiten der Suchmaschinen der Suchbegriff „Disney Filme“ Pornos in den SERPs lieferte.

Als dies für die Öffentlichkeit bekannt wurde, beschloss Google, intensiv gegen Cloaking vorzugehen. Auch wenn viele Webmaster in erster Linie nicht die Thematik der Seiteninhalte verschleiern wollen, sondern wohl eher die Keyword-Dichte zu erhöhen, ohne den User zu verstören, ist Cloaking heute der Inbegriff von Black-Hat-SEO.

Chancen des Cloakings

Als Google noch weniger gut im Erkennen von Black-Hat-SEO war und noch keine Websites rendern – also „sehen“ – konnte, war eine beliebte Cloaking-Technik das Schreiben von weißem Text auf weißem Hintergrund. Die Crawler konnten dann den Text auswerten, menschliche Besucher wurden aber nicht gestört. Dies funktioniert heute nicht mehr.

Oft wird Cloaking mit Responsive Content in Verbindung gebracht, also dem Ausliefern verschiedener Inhalte, abhängig von der Bildschirmgröße / Fenstergröße. Laut Google ist dies jedoch kein Problem, da sich Crawler in erster Linie an der Desktop-Version einer Seite orientieren und das Rendern von Websites Black-Hat-Cloaking nahezu unmöglich macht.