Das Keyword-Tag ist wohl eines der meist-umstrittenen Themen im Bereich des SEO, denn viele Suchmaschinen, wie zum Beispiel auch Google, rechnen diese Meta-Angabe nicht mehr mit in das Ranking einer Webseite hinein und manche Suchmaschinen lesen diesen Tag sogar überhaupt nicht mehr aus, weshalb viele SEOs diese Meta-Angabe überhaupt nicht mehr benutzen.

Nachdem die ersten Suchmaschinen eigentlich nur von Hand gepflegte Link- und Artikel-Verzeichnisse waren, haben sich irgendwann Crawler- und Index-gesteuerte Suchmaschinen wie Google etabliert und diese haben in der Anfangszeit hauptsächlich die Keywords und deren Dichte auf einer Seite analysiert, später weitete sich dieses Vorgehen auf auf die Meta-Keywords aus.

Dieses System ist allerdings sehr einfach zu täuschen, da es dann kaum eine Rolle spielt, welche Inhalte die Seite wirklich bietet, solange die Keywords in den Meta-Angaben mit den Suchanfragen übereinstimmen. Mittlerweile gibt es kaum noch Suchmaschinen, die Keyword-Tags überhaupt noch ins Ranking mit einfließen lassen, ausgelesen wird diese Meta-Angabe aber von den meisten.

Wenn die Haupt-Keywords einer Seite in den Meta-Tags gespeichert werden sollen, dann sollten lediglich ein bis drei Keywords angegeben werden, nie jedoch mehr als zehn Keywords für eine Einzelseite. Ein potentieller Keyword-Tag für eine fiktive Seite könnte folgendermaßen aussehen:

<head>

<meta name=„keywords“ content=„SEO, Webdesign, WordPress“>

</head>

Die einzelnen Keywords werden durch ein Komma getrennt. Prinzipiell kann ein Keyword-Tag aus beliebig vielen Keywords bestehen und auch heute findet man noch alte Websites, die teilweise mehr als 40 oder 50 Keywords beinhalten.

Da diese Meta-Angabe für Google mittlerweile so unwichtig geworden ist, spielt es eigentlich keine Rolle, ob Duplicate Content oder Keyword-Stuffing betrieben wird, allerdings sollte die Keywords-Angabe wirklich nur die wichtigsten Keywords enthalten.

In Russland sah diese Situation früher anders aus, teilweise aber auch heute noch: Die größte russische Suchmaschine namens „Yandex“, die in Russland einen Marktanteil von mehr als 70% innehat (also vergleichbar mit der Marktmacht von Google in Amerika und Europa), legte ausschließlich wert auf die Anzahl von Backlinks und die Keyword-Dichte, was zu Keyword-Spam und damit auch zu schlechten Suchergebnissen führte. Aus diesem Grund werden in Teilen Russlands Backlinks überhaupt nicht mehr gewertet, allerdings ist Keyword-Spam immer noch ein sehr großes Problem im russischsprachigen Bereich des Internets.