Per Definition sind alle Maßnahmen sogenanntes „Black Hat“-SEO, die gegen die Google Richtlinien verstoßen, weshalb Google sehr stark gegen Seiten mit entsprechenden Hinweisen auf Black Hat SEO vorgeht. Dabei ist Black Hat SEO eigentlich nicht wirklich ein Teil der Suchmaschinenoptimierung, sondern eine Methode, um die Rankings anderer Websites, meist Konkurrenz-Websites, zu verschlechtern oder die eigene Webseite für kurze Zeit möglichst gut zu positionieren und gleichzeitig in Kauf zu nehmen, dass die Domain nach wenigen Monaten nicht mehr im Google-Index zu finden sein wird.

Oft zielen Black-Hat-Attacken auf Konkurrenz-Websites ab und können durchaus erfolgreich sein. In der Regel wird hier eine große Anzahl von schlechten Links auf eine Seite gesetzt – oft mit Hilfe vollautomatischer Spam-Bots – um das Ansehen dieser Webseite bei Google zu verringern und den Eindruck zu erwecken, es handle sich um eine inhaltsschwache Seite mit unerwünschten / irrelevanten Themen. Black-Hat-Attacken in Form von Linkspam sind wesentlich häufiger zu erwarten

Da Webmaster und SEOs nicht kontrollieren können, von welchen Seiten gerechtfertigte Links kommen und von welchen Seiten nur Linkspam kommt (und reine Spam-Seiten oft über kein Impressum oder eine andere Inhaberschafts-Angabe verfügen) stellt Google ein Tool zur Verfügung, mit dessen Hilfe man Backlinks auf die eigene Seite für ungültig erklären kann: Das sogenannte Disavow-Tool. Mit dessen Hilfe können angegriffene Seitenbetreiber Google mitteilen, welche Links von Spam-Seiten kommen, sodass Google diese Links intern als „nofollow“ behandelt.

Black Hat SEO kann auch zur Steigerung der eigenen Rankings angewandt werden, auch wenn dieser Effekt oft nur von kurzer Dauer ist und die komplette Domain anschließend nicht mehr zu gebrauchen ist. Der Google Algorithmus braucht seine Zeit, bis er die Summe an schlechten Backlinks als Black Hat SEO wertet, weshalb kurzfristige Erfolge durchaus möglich sind. Im professionellen Bereich der Suchmaschinenoptimierung, etwa zur Optimierung von Kunden-Websites, haben alle Black Hat Methoden nichts zu suchen, da auch juristische Probleme auftreten können: Gezielte Linkspam-Angriffe sind unlauterer Wettbewerb und stellen eine Straftat dar.