Die OnPage-Optimierung befasst sich mit allen wesentlichen Bestandteilen der Suchmaschinenoptimierung, die die Webseite direkt betreffen, bzw. in Relation mit der inhaltlichen Gestaltung stehen. Im Gegensatz zum technischen SEO befindet sich die OnPage-Optimierung bereits auf dem Niveau der Website-Gestaltung.

OnPage SEO ist als Bestandteil einer umfangreichen SEO-Kampagne die Voraussetzung für eine zielführende OffPage-Optimierung, weshalb auf OnPage SEO viel Energie und Zeit aufgewendet werden sollte. Vor allem die Aufbereitung der Inhalte, um deren Usability zu erhöhen, ist zentraler Bestandteil der OnPage Suchmaschinenoptimierung.

Die Wahl der richtigen Keywords

Moderne Suchmaschinenoptimierung braucht manchmal keine Keywords mehr, dennoch sind die Schlüsselbegriffe, zu der eine Webseite in den Suchergebnissen gefunden werden soll, sehr wichtig. Die Wahl der richtigen Keywords, auf die eine Seite optimiert werden soll, ist deshalb sehr wichtig und muss bereits am Anfang der Planung einer Optimierung stehen.

Im Idealfall werden Keywords gesucht, die ein möglichst hohes Suchvolumen mit möglichst niedrigem Konkurrenzdruck kombinieren. Diese beiden Metriken lassen sich sehr einfach über den Google AdWords Keyword Planner in Erfahrung bringen.

Für Local SEO ist es nicht mehr wichtig, den Namen des Ortes oder der Region mit in die Keyword-Listen aufzunehmen, da Google mittlerweile die Position der Anfrage zuverlässig bestimmen kann und somit geeignete lokale Ergebnisse ausgibt. Für konkurrenz-starke Branchen und Suchbegriffe kann dies jedoch immer noch sinnvoll sein.

Meta-Angaben richtig verwenden

Die Verwendung der Meta-Angaben (Titel, Beschreibung und Keywords) ist heute immer noch wichtig für die Optimierung einer Webseite für Suchmaschinen, auch wenn die Bedeutung der Meta-Tags für die Bewertung einer Webseite kaum noch eine Rolle spielt. Viel eher sorgen optimierte Meta-Angaben für gute User-Signale, was wiederum in starken Rankings resultieren kann.

Der Titel sollte mindestens ein Keyword beinhalten und nicht länger als 3 – 5 Wörter sein. Für Shops oder auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Webseite bietet es sich an, eine Aufforderung zu einer Handlung einzubauen. Für einen Online-Shop wäre dies beispielsweise: „Jetzt xyz online kaufen“.

Die Meta Beschreibung sollte nicht länger als 120 Zeichen sein, um nicht von Google in den SERPs abgeschnitten zu werden. Zwar richtet sich die Abschneide-Grenze nicht nach Zeichen, sondern nach Pixelbreite – 120 Zeichen ist jedoch ein guter Richtwert. Die Description sollte die entsprechende Unterseite möglichst genau beschreiben, ein bis zwei Keywords beinhalten und kann ebenfalls wieder eine Handlungs-Aufforderung darstellen.

Google Suchergebnisse: Title & Meta Beschreibung

Google Suchergebnisse: Title & Meta Beschreibung (by Google)

Nachdem viele SEOs die Meta Keywords stark für die Suchmaschinen Optimierung missbraucht haben, hat Google den Einfluss der hier angegebenen Keywords auf 0 heruntergesetzt. Du kannst dir also die Mühe sparen uns musst die Keywords heutzutage nicht mehr einfügen.

Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung einer Webseite ist wichtig, denn über diese kann gesteuert werden, wie viel Linkjuice eine bestimmte Unterseite erhalten soll. Je mehr Linkjuice eine Unterseite erhält, desto besser rankt diese in der Regel für die jeweiligen Keywords. Je mehr interne Links zu einer Seite führen, desto besser für diese spezielle Unterseite.

Gut für die interne Verlinkungen sind Sidebars, Footer und ähnliche gestalterische Elemente. Dennoch haben Links aus dem Fließtext einer Seite immer noch die meiste Aussagekraft: Wenn eine bestimmte Seite gepusht werden soll, ist es ratsam, diese aus dem Fließtext von anderen Seiten häufiger zu verlinken.

Gerade bei Online-Shops ist die interne Verlinkung wichtig, um den Linkjuice eingehender Links auf die wichtigen Produktseiten zu verteilen. Hier empfiehlt sich sogenanntes „Link-Siloing“: Kategorie-Seiten werden intern stark verlinkt und diese geben den Linkjuice dann gleichmäßig an die verschiedenen Produktseiten weiter, sodass diese höher gewichtet werden.

Multimediale Inhalte

Die Verwendung von Bildern, Videos, Infografiken und ähnlichen Dateien hat für Google einen hohen Stellenwert. Content, der durch verschiedene Medien erklärt wird, ist nach Ansicht des Google-Algorithmus sehr hochwertig, weshalb entsprechende Seiten oft gut ranken. Spare deshalb nicht mit Bildern und Videos auf deinen Seiten.

Für die Optimierung dieser Dateien im speziellen – vor allem im Hinblick auf die Google Bildersuche und die Google Videosuche – ist es wichtig, den eingebetteten Dateien möglichst viele Informationen über Meta-Angaben anzuhängen, sodass Google diese Dateien auswerten kann und diese die Rankings der Seite positiv unterstützen können.

Auch der Content der Seite ist wichtig für die thematische Einordnung eines Bildes oder eines Videos durch Google. Die Suchmaschine scannt sogar Videos nach gesprochenen Keywords, um das entsprechende Video thematisch einordnen zu können. Weitere Infos findest du auf der Seite Bilder SEO.

Streitpunkt: Keyword-Dichte

Die Dichte an Keywords, also wie viel Prozent des Fließtextes aus Schlüsselbegriffen bestehen, war früher einer der wichtigsten Ranking-Faktoren überhaupt. Mittlerweile spielt eher die Usability eines Textes und die Beantwortung von Fragen eine große Rolle.

Beachtet werden muss bei der Keyword-Dichte (oder auch Keyword-Density), dass keine Überoptimierung in Form von Keyword-Stuffing betrieben wird. Das bedeutet, dass Websites, die massenweise Keywords in den Text einbauen, obwohl dies die Lesbarkeit des Textes verschlechtert, massiv durch Google abgestraft werden und die Rankings sinken.

Am besten kümmerst du dich erstmal gar nicht um die Keyword-Dichte in deinen Text. In erster Linie soll Suchmaschinenoptimierung die Seite für den Nutzer optimieren – die Suchmaschinen sind dann auch von alleine zufrieden. Sollte nach Beendigung des Textes immer noch eine Density von weniger als 1 % bestehen, kann immer noch nachgebessert werden.