Der WordPress Editor ist ein CMS-internes Werkzeug, mit denen Webmaster wichtige Dateien des WordPress Themes bearbeiten können. Unter anderem können CSS- und PHP-Dateien editiert werden, ohne ein FTP-Tool nutzen zu müssen. Vor allem für kleinere Änderungen eignet sich der WordPress-eigene Editor, da Änderungen sofort überprüft und notfalls direkt wieder revidiert werden können.

Dabei sollten Sie niemals vergessen, dass Änderungen über den WordPress-Editor nicht einfach rückgängig gemacht werden können. Daher: Nutze den WordPress Editor nur, wenn du wirklich sicher bist, dass du das Theme nicht nachhaltig beschädigst. Hier zeigen wir dir kleine aber feine Tricks, mit denen du Änderungen gezielt vornehmen kannst.

Wichtige Schritte vor der Nutzung des Editors

Der WordPress Editor ist ein mächtiges Werkzeug, hat jedoch auch seine Tücken. Wenn es beispielsweise zum TimeOut kommt, können irreparable Schäden am WordPress Theme die Folge sein. Aus diesem Grund sollten immer vor der Bearbeitung von wichtigen Theme-Dateien Sicherheitskopien aller Theme-Dateien und Inhalte angefertigt werden.

Zur Bearbeitung der Dateien über den Editor sind PHP-Kenntnisse und CSS-Kenntnisse von Nöten. Diese sind zwar nicht unbedingt das wichtigste und müssen nicht ausgereift sein, allerdings solltest du ein Grundverständnis für WordPress und den dazugehörigen Quellcode haben. Dann bist du auf der sicheren Seite, was Schäden am Quellcode angeht.

Kleinere Übersetzungsfehler ausbügeln

Auch wenn viele, um nicht zu sagen die meisten, WordPress Themes .po-Daten für die Übersetzung ihrer dynamischen Textelemente in andere Sprachen nutzen, so können doch kleinere Fehler oft über den Editor direkt ausgebessert werden. Hier sollte nicht wahllos herum-editiert werden, wenn keine PHP-Kenntnisse vorhanden sind, denn oft können Variablen auch Klarnamen haben, die lieber nicht verändert werden sollten.

Häufig werden Kommentare nicht richtig übersetzt (z.B. Comments / 1 Comment / Leave Comment). Diesen Umstand kann der Editor ziemlich gut bereinigen: Einfach die comments.php aufrufen, die entsprechenden Satzbausteine finden und übersetzen. Wenn ein Caching-PlugIn genutzt wird, sollte das Caching für die Dauer der Änderungen deaktiviert werden, um zu verhindern, dass gecachte Inhalte im Front-End angezeigt werden.

Design-Änderungen über die style.css Datei

Einer unserer Editor Hacks beschäftigt sich mit dem Erscheinungsbild der WordPress Webseite, das durch CSS (Cascading Style Sheets) ausgezeichnet wird. Mit Hilfe von CSS lassen sich HTML-Inhalte in sinnvolle Abschnitte und Container gliedern, sodass individuelle Anordnungen möglich werden. Oft ist die Standard-Formatierung eines neuen WordPress Themes jedoch nicht ideal für die gewünschten Zwecke und soll deshalb geändert werden.

Hier ist es noch wichtiger, dass ausschließlich bekannte Bausteine verändert werden und vorher Sicherheitskopien angefertigt werden, denn es genügen kleinste Fehler, um das Theme komplett abzuschießen. Zunächst wählst du zum Ändern von Style-Elementen im Front-End das Element aus und lässt dir den Quellcode anzeigen. Je nach Browser findest du dort den Namen des div-Elements und wichtige Parameter.

Wenn du zum Beispiel die Textgröße ändern möchtest, suche einfach nach dem Attribut „font-size“, für die Erkennung der Schriftart wäre das Attribut „font-family“. Anschließend wechselst du in den Editor im WordPress BackEnd, rufst die style.css Datei auf und suchst nach dem zu bearbeitenden Element im jeweiligen Container. Nach dem Abspeichern sollten die Änderungen dann wirksam sein und im Front-End angezeigt werden.

Einbau von Analytics, Metrica, AdSense & Co.

Viele WordPress Themes bringen zwar in den Theme Einstellungen eine Möglichkeit mit, Skripte direkt in das Theme einbauen zu lassen, allerdings ist dies nicht bei allen Themes der Fall und teilweise können hier Performance-Nachteile entstehen, zum Beispiel weil der Code im Header und nicht im Footer der Seite eingefügt wird. Aus diesem Grund ist es manchmal unumgänglich, den Code direkt in die PHP-Dateien des Templates einzubauen.

Dafür rufen Sie die Footer.php Datei aus und schauen sich an, wo ein geeigneter Platz wäre. Am besten möglichst weit am Ende, sodass die Skripte, die teilweise längere Verzögerungen der Ladezeit zur Folge haben können, als letztes geladen werden und somit den PageSpeed nicht großartig beeinflussen. Google Analytics und Yandex Metrica Code lässt sich am besten vor dem Ende des PHP-Abschnittes einbauen – so erreichst du eine optimale Geschwindigkeit.

AdSense Anzeigen können ebenfalls per Editor eingebaut werden, denn sie sind auch nur Skript-Codes. Wenn du zum Beispiel ein horizontales Banner unter jedes Artikelbild setzen möchtest, kopierst du einfach den Code des Werbebanners, rufst die single.php Datei auf und suchst den PHP-Code für das Artikelbild. Füge eine Leerzeile unterhalb dieses Codestücks ein und setze hier den AdSense-Code hinein.