WordPress war schon immer ein Content Management System, das auf Einfachheit und Usability gesetzt hat. Aus diesem Grund wohl ist es heute das beliebteste CMS im Internet und viele Millionen Websites bauen darauf auf. Auch für Anfänger ist WordPress bestens geeignet, denn innerhalb von 2 Minuten ist eine Installation aufgesetzt und man kann direkt mit dem Bloggen loslegen.

Diese Ausrichtung auf gnadenlose Nutzerfreundlichkeit hat jedoch auch dazu geführt, dass bestimmte Fehler auftauchen können, die zum Beispiel Nachteile bei der Suchmaschinen-Optimierung oder Sicherheit der Seite mit sich bringen. In diesem Artikel zeigen wir häufige Fehler bei der Verwendung von WordPress und wie diese einfach umgangen werden können.

Vernachlässigen von BackUps

Lege BackUps deiner WordPress Installation an!

Egal wie sicher der eigene WordPress Server und die Installation gestaltet wird – eine 100%-ige Sicherheit gibt es nie, die Webseite kann immer angegriffen und geknackt werden. Dann kann schon mal im Falle eines Magazins, Online Shops oder einer größeren Seite die Arbeit von mehreren Monaten weg sein. Nur gut, wenn man Sicherheitskopien angelegt hat.

Das Problem: Viele Nutzer hoffen einfach darauf, dass alles gut geht, und legen nie Sicherheitsbackups an. Wenn dann doch mal was schief geht, kann unter Umständen auch das eigene Einkommen futsch sein, wenn die Seite ein wirtschaftliches Interesse verfolgt hat. Darum: Sowohl die MySQL-Datenbank, als auch die WordPress-Dateien sollten mindestens ein mal pro Monat gesichert werden.

Falsche Verwendung von Tags

Tags, manchmal auch Schlagwörter, sind Themengebiete. Jedem Beitrag in WordPress können – ähnlich wie Kategorien – beliebig viele Tags zugeordnet werden. Da Tags im Gegensatz zu Kategorien für Google relativ uninteressant sind, kann man hier ruhig hundert Tags pro Artikel nutzen, oder? Nein! Denn Tag-Seiten werden ohne entsprechendes Vorgehen von Google indexiert und auch dann bringt das Nachteile in der Suchmaschinenoptimierung mit sich.

Hier gibt es grundsätzlich mehrere verschiedene Vorgehensweisen, wie man mit Tags richtig verfahren kann und dann sogar einen Nutzen daraus zieht:

  • Gar keine Tags verwenden: Diese Methode wird von vielen praktiziert, weil sie einfach ist, keine zusätzliche Arbeit erfordert und sicher ist. Allerdings bietet diese Methode auch keine Vorteile.
  • Wenige Tags verwenden: Diese Vorgehensweise ist meiner Ansicht nach ideal, erfordert aber viel Arbeit. Für jede Tag-Seite sollten eigene Meta-Angaben gemacht werden. Maximal 3 Tags pro Artikel!
  • Tag-Seiten auf noindex, follow setzen: Ebenfalls eine relativ sichere Variante. Auf diese Weise können Tags auf der Seite dargestellt und vom Besucher genutzt werden – allerdings bringt diese Variante auch keinerlei Vorteile mit sich.

Zu viele installierte PlugIns

Keine unnötigen PlugIns

Egal, welche Quele man betrachtet: So gut wie jedes WordPress Tutorial für Anfänger behandelt das Thema PlugIns und stellt klar, dass WordPress PlugIns auch Nachteile mit sich bringen. Aus diesem Grund sollte auf die übermäßige Verwendung von Erweiterungen für WordPress klipp und klar verzichtet werden. Warum? Weil sich PlugIns auf mehrere Aspekte der Seite auswirken:

Sicherheit

Die Sicherheit der Seite wird durch PlugIns stark gefährdet! Da PlugIns direkt auf die MySQL Datenbank oder den Serverspace zugreifen können, entstehen hier oft Sicherheitslücken, die von Anfängern im Bereich WordPress nur sehr schwer oder gar nicht entdeckt werden können.

Performance

Auch die Performance von WordPress-Seiten leidet sehr unter der Verwendung von zu vielen PlugIns. Da der Inhalt jeder Erweiterung ohne Caching jedes mal neu geladen werden muss und wesentlich mehr Requests gesendet werden müssen, lädt die Seite langsamer und die Bounce-Rate steigt.

Funktionsweise

Zwar sind die meisten großen PlugIns wie WooCommerce, WP Super Cache oder bbPress mit allen neuen WordPress Themes kombinierbar – aber es gibt gerade im Drittanbieter-Bereich viele PlugIns die ein Theme und damit die komplette Seite zerschießen können. Vorsicht ist geboten!

Häufige Wechsel der Permalink-Struktur

Permalinks nicht einfach ändern!

Die Permalink-Struktur legt die gesamte URL-Struktur einer WordPress-Seite fest, die dann auch von Google indexiert werden. Alle Inhalte werden über diese Struktur angesteuert, sodass bei einem Wechsel der Permalink-Struktur sämtlicher Traffic über Links und organische Suchergebnisse auf einer 404-Seite landet, sofern man die alten URLs nicht umleitet.

Dies ist nicht nur ein Conversion-Killer, sondern schadet auch dem Ranking der eigenen Webseite massiv! Auch wenn einige WordPress Themes eine Aktualisierung der Permalink-Struktur erfordern, so sollte diese niemals leichtfertig und ohne professionelle Betreuung geändert werden. Andernfalls können irreparable Schäden entstehen.