WordPress, das beliebteste Open-Source Content Management System der Welt, gestaltet es auch für Anfänger im Bereich des Webdesigns sehr einfach, einen Blog oder eine vollwertige Unternehmens-Website auf die Beine zu stellen. Dabei bleibt die Performance oft auf der Strecke, meist zu Gunsten von Funktionsumfang und auf Grund fehlenden Wissens.

Da eine schwache Website-Performance nicht nur die Absprungrate in die Höhe treibt, sondern auch aktiv die Rankings in den Suchmaschinen Ergebnissen beeinflusst, sollte jeder Webmaster die Seitengeschwindigkeit der WordPress-Seite optimieren. In diesem Artikel zeigen wir dir 3 Schritte, mit denen du WordPress schneller machst.

Analyse des Page Speeds

Die Website-Geschwindigkeit lässt sich über viele Tools messen, wobei einige mehr und manch andere weniger zuverlässig sind. Im großen und ganzen sollten Webmaster sich hauptsächlich an den Google PageSpeed Insights orientieren.

Für eine umfangreiche Analyse können durchaus auch die Daten anderer Tools interessant sein, weshalb wir im Artikel Tools zum Verbessern des PageSpeeds eine Reihe an Werkzeugen vorgestellt haben, die eine Webseite auf PageSpeed testen. Das kaum eine Website die Bestnoten erhält, dürfte klar sein. Sobald die Ergebnisse stehen, kann optimiert werden.

1. Caching für WordPress Seiten

Was bedeutet Caching? Caching bedeutet, dass statische Inhalte wie zum Beispiel HTML-Inhalte, Bilder oder andere Dateien bei einem Seitenaufruf nicht erneut vom Server geladen werden müssen, sondern vom lokalen Caching-Verzeichnis aus geöffnet werden. Dies führt dazu, dass der Client weniger Requests an den Server senden muss, was in einer besseren Performance resultiert.

Auch andere Caching-Arten stehen zur Verfügung. Beispielsweise gibt es PlugIns für WordPress, die aus den dynamischen Inhalten wie zum Beispiel Blog-Artikel sozusagen statische HTML-Dateien generieren, die dann ausgeliefert werden. Dadurch das WordPress in diesem Fall weniger / keine Datenbank Abfragen macht, führt auch dieses Caching zu einer gesteigerten Website-Geschwindigkeit.

Ein tolles WordPress PlugIn zum Cachen von Inhalten stellt WP Super Cache vor. Dieses PlugIn kann so ziemlich alles, was man von einem Caching Tool erwartet und ist dabei noch leicht zu konfigurieren und zuverlässig. Die Kollegen von Pressengers haben in einem tollen Artikel gezeigt, wie man WP Super Cache richtig konfiguriert.

2. Bilder komprimieren

Bilder sind bei Websites eigentlich immer die größten Dateien, die geladen werden müssen, weshalb auch hier das meiste Potential für Optimierungen versteckt ist. Grundsätzlich sollten Bilder vor dem Upload mit einem gängigen Bildbearbeitungsprogramm auf eine angenehme Größe geschrumpft werden, um bereits hier möglichst viel Speicherplatz und Ressourcen einzusparen.

Auch beim Upload zu WordPress kann man zum Beispiel mit verschiedenen PlugIns einführen, dass die Bilder dort nochmals komprimiert werden. Dabei entfernen diese PlugIns einfach Meta-Daten wie zum Beispiel den Urheber oder das Erstellungsdatum im Quellcode des Bildes, da diese Daten erstens unerheblich sind und zweitens durchaus Speicherplatz fressen.

Ein tolles PlugIn zur verlustfreien Komprimierung von Bildmaterial in WordPress ist WP Smush.it. Mit diesem WordPress PlugIn lassen sich nicht nur Bilder automatisch beim Upload komprimieren, sondern auch alle bisher hochgeladenen Bilder. Das PlugIn arbeitet zuverlässig und eignet sich vor allem für Blogs mit vielen größeren Bildern.

3. CSS & JavaScript optimieren

Viele WordPress Themes, vor allem professionelle Premium-Themes, die über viele Effekte oder grafische Elemente verfügen, bestehen häufig aus unzähligen JavaScript- und CSS-Dateien. Beim Laden einer Website muss jede dieser Dateien neu angefordert werden, was dazu führt, dass einige WordPress-Seiten bis zu 200 Requests pro Aufruf an den Server senden müssen.

Jeder Request macht die Seite langsamer und macht den PageSpeed zu einem großen Teil von der Server-Geschwindigkeit abhängig. Aus diesem Grund sollten dynamische Inhalte oder Codes, wie zum Beispiel Google Analytics oder ähnliches, im Footer der Seite eingebunden werden, um diese Code-Teile wirklich erst ganz am Schluss zu laden und der Besucher die Seite bereits nutzen kann.

Aber auch das Verkleinern von Dateigrößen der einzelnen Dateien kann sich durchaus positiv auf den PageSpeed auswirken. Einfach unnötige Kommentare oder Leerzeilen entfernen, damit lässt sich immer etwas einsparen. Ansonsten stellt das PlugIn Optimus eine super Alternative dar. Dieses PlugIn fasst CSS- und JavaSkript-Dateien zusammen und liefert diese dann gemeinsam aus.