Jeder Blogger oder Website-Betreiber kennt das Gefühl: Auf einem Online Theme-Marktplatz ein tolles WordPress Theme gefunden, gekauft und aktiviert. Das Problem: Die Spracheinstellungen sind entweder gar nicht vorhanden oder nur sehr sporadisch übersetzt.

Die Lösung: WordPress Themes übersetzen. Aber wie? Oft lassen sich einzelne Sprachfehler leicht mit Hilfe der PHP-Dateien ändern, jedoch trifft dies erstens nicht auf alle Themes zu, zweitens ist dies gerade bei sehr umfangreichen Themes enorm zeitfressend und drittens musst du wenn ein Update für das Theme herauskommt dieses erneut anpassen (sofern du die Änderungen nicht in einem Child-Theme vorgenommen hast).

In diesem Artikel zeigen wir, wie du WordPress Themes in wenigen Minuten übersetzt und garantiert keine Begriffe oder Schlüsselwörter vergisst!

Basics per Editor ändern (Der schnelle und unschöne Weg)

Gerade einfache Begriffe und Standard-Funktionen von WordPress lassen sich sehr einfach mit Hilfe des in das CMS integrierten Editors bearbeiten. Die Texte für zum Beispiel die Suchfunktion oder die Kommentarfunktion können per PHP-Editor übersetzt werden. Auf diese Weise kannst du ganz schnell mal wichtige Kernelemente der Webseite in deine Sprache übersetzen, ohne alles im einzelnen verändern zu müssen.

WordPress Themes übersetzen mit PoEdit (Der richtige Weg)

Die Übersetzung von einzelnen Begriffen, die vom Theme verwendet werden, erfolgt am besten durch das bearbeiten einer extra Sprachdatei. Dazu benötigst du einen Passen Editor, wie beispielsweise die Open-Source Software PoEdit, die sowohl für MacOS und Windows, als auch für Linux und mobile Betriebssysteme verfügbar ist.

Diese Software erlaubt es, .po-Dateien zu editieren und eine Übersetzung hinzuzufügen. Zunächst öffnest du die .po-Datei deines WordPress Themes. Diese befindet sich meist im Ordner „lang“, der sich wiederum im Hauptordner des Themes befindet.

Anschließend kannst du nun die Übersetzungen eintragen. In der Fußzeile siehst du, wie viel Prozent des Textes du bereits übersetzt hast. Ausdrücke, die lediglich für das BackEnd von WordPress bestimmt sind, müssen nicht zwingend übersetzt werden.

Nachdem du die Übersetzungen in den jeweiligen Spalten eingetragen hast, speichere die Datei einfach ab. Überschreiben jedoch nicht die alte .po-Datei, sondern lege eine neue an. Die .mo-Datei, die später vom WordPress benötigt wird, wird automatisch erstellt.

Hochladen und aktivieren

WordPress hat immer eine Standard-Spracheinstellung, die sich danach richtet, in welcher Sprache das BackEnd gehalten ist. Wenn die englische WordPress-Version heruntergeladen wurde, ist die Sprache englisch und die Sprach-Dateien müssen z.B. en_US.po heißen.

Solltest du deine WordPress-Installation noch nicht auf deutsch gestellt haben, tun dies nun. Dazu musst du die jeweilige WordPress-Version herunterladen und auf deinen Webspace kopieren. Anschließend bist du bereit, die neuen Sprachdateien auf den Server zu laden.

Logge dich per FTP-Klient in deinen Server ein und suche im Ordner „wp-content“ den Ordner „themes“ und wähle hier dein WordPress Theme aus. In dessen Ordner „lang“ kopierst du die Sprachdateien, die beide (sowohl .po, als auch .mo) „de_DE.po“ / „de_DE.mo“ heißen müssen.

Schließe Sie nun einfach die Verbindung zum FTP-Server, logge dich von WordPress aus und aktualisiere deine Seite. Sofern du ein Caching Plugin einsetzt solltest du vorher noch den Cache für die Seiten zurücksetzen. Nun sollten die übersetzten Texte statt der alten Texte erscheinen.