Oft besteht die OnPage Suchmaschinenoptimierung für viele Neulinge im Bereich SEO nur aus der Optimierung der internen Verlinkung und der Keyword-Dichte. Faktoren wie URL-Struktur werden oft vergessen.

Die URL-Struktur bei Content Management Systemen, besonders bei WordPress, wird dynamisch erzeugt und muss deshalb manuell optimiert werden. In diesem Artikel zeige ich, auf was du bei der Seitenstruktur achten solltest und wie du SEO-Potentiale voll ausschöpfst.

Die ideale Website-Struktur

Die Seitenstruktur selbst ist mit Hilfe der URL einsehbar, wird also auch von Website-Besuchern und Crawlern wahrgenommen. Keywords innerhalb der URL-Struktur können aus SEO-Sicht durchaus von Vorteil sein, zu viele Keywords in der Struktur stellen aber auch Keyword-Stuffing dar.

Bei WordPress-Websites können die Kategorienamen mit in die Struktur aufzunehmen. Auf diese Weise werden die wichtigsten Keywords untergebracht und sowohl Besucher, als auch Bots finden sich gut zurecht. Die Länge der kompletten URL sollte jedoch so kurz wie möglich sein.

Zahlen oder Sonderzeichen innerhalb der URL-Struktur sind zwar nicht per se schlecht, werden von Google aber nicht gerne gesehen – Lesbarkeit für menschliche Besucher und Auswertbarkeit für Crawler sind dabei die wichtigsten Argumente für eine Struktur in Klarnamen / Wörtern.

Seitenstruktur geändert – Backlinks verloren?

Backlinks, die auf einzelne Unterseiten verweisen, also nicht auf die Startseite, gehören in jedem Fall zu einer natürlichen Backlinkstruktur. Diese Art von Backlinks nennt man „Deeplinks“. Ändert man die Seitenstruktur im Nachhinein, zeigen die Links auf keine Seite mehr und sind verloren. Oder?

Auch wenn es unangenehm ist: Ja! Und das ist auch nachvollziehbar. Google wertet Backlinks, die auf 404-Seiten eingehen, überhaupt nicht mehr. Das bedeutet, dass der Linkjuice, PageRank und alle andere SEO-Faktoren, die über einen Link weitergegeben werden, nicht registriert werden und der Link wertlos wird.

Für diesen Problemfall gibt es drei mögliche Lösungen:

  • Den Webmaster der verlinkenden Webseite kontaktieren. Unter Umständen ist dieser bereit, den Link, bzw. das Linkziel, manuell zu ändern.
  • Eine neue Einzelseite erstellen, die unter der nicht mehr existierenden URL auffindbar ist. Das rettet den Link in jedem Fall, ist jedoch aufwendig.
  • Eine 301-Weiterleitung per .htaccess-Eintrag schalten. Durch einen 301-Redirect werden SEO-Signale weitergegeben und Besucher umgelenkt.

Für welche dieser Methoden du dich entscheidest, spielt keine Rolle. Die einfachste und sicherste Variante ist aber eine 301-Weiterleitung. Wichtig hierbei: Keine Weiterleitungs-Ketten!