Beim Thema Webhosting gilt es, sich im Vorfeld genau über die Angebote und benötigten Funktionen zu informieren. Das Paket sollte schließlich zum eigenen Projekt oder dem Projekt des Kunden passen und alle nötigen Anforderungen erfüllen. Die richtige Wahl gestaltet sich nicht immer einfach – eben weil so viel zu berücksichtigen ist. Mit unseren Informationen möchten wir eine Entscheidungshilfe geben.


Was bedeutet Webhosting?

Webhosting bezeichnet die Bereitstellung von Speicherplatz, dem sogenannten Webspace, zum Speichern und Veröffentlichen einer Webseite durch einen Internet Service Provider (ISP). Der Webspace wird auf Servern bereitgestellt, die vom Provider in eigenen Räumen betrieben und zusammen mit der gesamten IT-Infrastruktur gewartet werden. Zudem sorgt der Provider für die Anbindung der Server an das Internet, registriert für seine Kunden die für eine Webseite benötigte Domain bei einem zugelassenen Registrar, kümmert sich um Hardware-Updates und je nach Hostingpaket auch um Software-Updates.

Welche Arten von Webhosting gibt es?

Wer eine Webseite erstellen und veröffentlichen will, kann bei den meisten Providern aus verschiedenen Hosting Angeboten auswählen. Welches Hostingpaket für die eigene Website geeignet ist, hängt dabei vor allen Dingen vom geplanten Umfang der Webseite oder des Onlineshops und der erwarteten Besucherzahl ab. Zur Auswahl stehen

  • Shared-Hosting
  • Virtual Server (VServer)
  • Dedicated Server
  • Managed Server
  • Cloud Server

Shared Hosting ist die günstigste Form des Webhostinsg. Beim Shared Hosting teilen sich mehrere Kunden die Ressourcen, das heißt den Speicherplatz, den Arbeitsspeicher und den Prozessor eines Servers. Sie erhalten vom Provider einen festen Teil des Speicherplatzes für ihre Webseite zugeteilt. Die Prozessorleistung und der Arbeitsspeicher müssen mit anderen Kunden geteilt werden. Dies kann zu Leistungseinbußen der eigenen Webseite führen, wenn auf dem gleichen Server andere Webseiten gehostet werden, die beispielsweise viele Besucher haben oder für die Anwendung immer einen großen Teil der Serverleistung beanspruchen. Shared Hosting eignet sich für private Webseiten sowie kleine Business Webseiten und Onlineshops.

Ein Virtual Server, auch als VPS (Virtual Private Server) oder kurz VServer bezeichnet, ist ein mit einer Software simulierter Server auf einem realen Server. Auf diese Weise kann ein physischer Server in mehrere virtuelle Server aufgeteilt und an verschiedene Kunden vermietet werden. Bei einem VServer erhalten Kunden einen festen Speicherplatz und Arbeitsspeicher sowie Prozessorleistung zugeteilt, die nicht mit anderen Kunden geteilt werden müssen. Ein VServer verhält sich wie ein realer Server. Da sie jedoch die physische Hardware mit anderen VPS teilen, kann die Leistung je nach Auslastung anderer virtueller Server eingeschränkt sein. VServer können für kleine bis große Webprojekt genutzt werden.

Ein Dedicated Server ist exklusiv für einen Kunden und wird nicht mit anderen Kunden, Diensten oder Anwendungen geteilt. Ein dedizierter Server bietet Funktionen wie ein hausinterner Server, wird aber vom Provider betrieben und verwaltet. Ein Dedicated Server kann zum Hosten von Anwendungen und / oder Diensten sowie für Datenspeicher- und Sicherungsdienste verwendet werden. Ein dedizierter Server eignet sich für umfangreiche Webseiten und große Onlineshops mit viel Traffic.

Ein Cloud Server ist ein sogenanntes Infrastruktur-as-a-Service (IaaS) -basiertes Cloud Service Modell, das über eine Cloud Computing Plattform über das Internet erstellt, gehostet und bereitgestellt wird. Es gibt zwei Arten von Cloud Servern: logische und physische. Ein Cloud-Server wird als logisch bezeichnet, wenn er über die Servervirtualisierung wie ein VServer bereitgestellt wird. In diesem Bereitstellungsmodell wird der physische Server logisch auf zwei oder mehr logische Server verteilt, von denen jeder über ein separates Betriebssystem, eine separate Benutzeroberfläche und Anwendungsprogramme verfügt.

Ein physischer Cloud Server wird nicht mit anderen Kunden geteilt und allgemein als dedizierter Cloud Server bezeichnet. Cloud Server bieten eine hohe Ausfallsicherheit. Das heißt, sollte ein Teil der Hardware nicht funktionieren, werden die Anwendungen auf eine andere Hardware praktisch ohne Ausfallzeit weiterbetrieben. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Hosting Modellen wie einem VServer ist die Skalierbarkeit des Cloud Servers. Je nach Auslastung kann mehr oder weniger Leistung in Anspruch genommen werden. Dabei müssen Kunden nur für das bezahlen, was sie tatsächlich in Anspruch genommen haben. Eine Vorhaltung von Ressourcen für Lastspitzen wie bei einem Dedicated oder VServer ist nicht erforderlich, sodass die IT-Kosten bei einem Cloud Server in der Regel deutlich günstiger sind.

Managed Hosting ist ein IT-Servicemodell, bei dem ein Kunde dedizierte Hardware von einem Provider mietet. Diese Lösung umfasst Server, Speicher- und Netzwerkhardware. Der Provider übernimmt, anders als bei einem Dedicated Server, die Verwaltung des Systems sowie Wartung und Pflege der Hardware. Da die Ressourcen nicht mit anderen geteilt werden, wird dies als Single-Tenant-Lösung bezeichnet. Bei Managed Dedicated Hosting steht Kunden die volle Leistungsfähigkeit der gemieteten Hardware zur Verfügung.

Was genau ist eine Domain?

Umgangssprachlich wird als Domain die Internetadresse einer Webseite verstanden, etwa „www.google.com“. Genauer gesagt handelt es sich bei einer Domain um den Namen eines abgegrenzten Bereichs im Internet, beispielsweise einer Webseite. Dieser Name ist immer eindeutig und einmalig. Eine Domain kann also nur ein einziges Mal im Internet zu finden sein.

Eine Domain hat einen definierten Aufbau und besteht aus drei Teilen: Der Top-Level-, der Second-Level- und der Third-Level-Domain.

  • Als Top-Level-Domain wird der Bereich hinter dem letzten Punkt bezeichnet, also „.de“, „.com“, „.net“ oder eine der vielen anderen Endungen.
  • Der eigentliche Name der Webseite steht vor dem letzten Punkt und wird als Second-Level-Domain bezeichnet – im Beispiel wäre das der Teil „google“.
  • Zu Beginn der kompletten Domain steht die Third-Level-Domain. Sie gibt den Host-Name an und ist mit einem Punkt von der Second-Level-Domain getrennt. Oft findet man an dieser Stelle das bekannte „www“ was auf eine Website hinweist. Die Third-Level-Domain wird auch Subdomain genannt.

Bei einer Domain-Registrierung gilt es folglich, sich einen einzigartigen Namen zu überlegen, unter der die zukünftige Webseite erreichbar sein soll. Eine Second-Level-Domain kann mit den verschiedenen Top-Level-Domains kombiniert werden. Wichtig ist, dass diese Kombination noch nicht von jemand anderem registriert wurde. Schließlich darf jede Domain nur ein einziges Mal vergeben werden.

Bei den Domain-Endungen, also den Top-Level-Domains, ist die Auswahl riesig. Jedes Land und einige Städte haben eigene Endungen, dazu kommen noch zahlreiche Variationen wie etwa „.org“ oder „.net“ und die neueren sogenannten GTLDs wie „.blog“, „.app“ oder „.versicherung“. Insgesamt stehen tausende Top-Level-Domains zur Auswahl, welche Endung für die eigene Website sinnvoll ist, hängt von der Website selbst ab. Eine länderspezifische Endung wie „.de“ zeigt den regionalen Bezug an. Für Organisationen die auch international unterwegs sind bietet sich dagegen die Endung „.org“ an, während Communities sich mit der Top-Level-Domain „.net“ zu erkennen geben können.

In manchen Fällen ist es sinnvoll, eine Webseite in Subdomains zu untergliedern. Das schafft Ordnung auf umfangreichen Webseiten. Ein Beispiel: Lautet die Domain „beispiel.de“, könnten als Subdomains etwa „ratgeber.beispiel.de“ und „tipps.beispiel.de“ eingerichtet werden. Solche Unterverzeichnisse erhöhen die Nutzerfreundlichkeit einer Webseite, da der Besucher den Weg zur gewünschten Information schneller finden kann.

Normalerweise sollten in Zeiten der digitalen Mobilität alle Webseiten responsiv sein. Das bedeutet, dass die Webseite auch auf Mobilgeräten korrekt dargestellt werden, indem Funktionen, Inhalt und Design sich der Auflösung des Bildschirms anpassen. Leider ist das nicht immer der Fall. Bei einer bereits bestehenden Webseite gibt es zwei Möglichkeiten, den Internetauftritt fit für Handy und Tablet zu machen: Entweder die ganze Seite wird umgestaltet und den Anforderungen angepasst. Eine andere Möglichkeit wäre, eine abgespeckte und mobiltaugliche Version der Seite auf einer Subdomain abzulegen. Diese könnte dann etwa unter der Adresse „mobil.beispiel.de“ erreichbar sein.

Wer seine Webseite also übersichtlich gliedern möchte, sollte darauf achten, dass das Paket des Providers das Anlegen solcher Subdomains ermöglicht.

Welcher Webhoster passt zum Projekt?

Wer sich nach einem passenden Webhoster umsieht, kann sich im Vorfeld einige Stichpunkte machen, welche Ansprüche er an den Anbieter stellt.

  • Es gibt viele Arten von Internetauftritten. Von der einfachen Homepage für private Zwecke bis hin zum erfolgreichen Shop mit zahlreichen Kunden – dazwischen liegen noch jede Menge andere kleine und große Projekte.
  • Dementsprechend unterschiedlich sind die zu erwartenden Besucherzahlen. Eine realistische Einschätzung ist sicher hilfreich, um das passende Webhosting-Paket zu schnüren.
  • Die Serververfügbarkeit spielt gerade bei umfangreichen Vorhaben eine entscheidende Rolle. Unerwartete Spitzen innerhalb kurzer Zeit sowie komplexe Projekte erfordern eine hohe Serververfügbarkeit. Schließlich soll das Geschäft nicht ins Stocken geraten.
  • Probleme können bei einer Webseite immer auftreten. Profis können sich meist selbst behelfen und viele Fehler kurzfristig beheben – sofern diese nicht serverseitig auftreten. Wer weniger bewandert ist mit der Technik und der Programmierarbeit im Hintergrund, braucht mehr Support von Seiten des Webhosters.
  • Nicht nur der Umfang des Supports, sondern auch die Erreichbarkeit des Kundendienstes ist ein Kriterium, das bei der Wahl eines Webhosters ganz weit oben stehen sollte. Ein Problem sollte auch am Wochenende gelöste werden können. Im Internet gibt es schließlich keine Öffnungszeiten, keine Wochenenden und keine Feiertage. Hier gilt: 24 Stunden an 7 Tagen der Woche soll alles perfekt laufen.
  • Wer nicht international agiert, für den empfiehlt sich eindeutig der Webhosting-Standort Deutschland. Webseiten lassen sich so oft schneller abrufen, da die Daten nicht erst um die Welt geleitet werden müssen. Weiterhin bietet der Standort eine Sicherheit wenn es um das Thema Datenschutz geht.

Was heißt Server Verfügbarkeit?

Die Server Verfügbarkeit oder Uptime bezeichnet die Zeit, die der Server über das Internet erreichbar ist und Besucher Webseiten abrufen können. Die Zeit wird in Prozent angegeben und bezieht sich in der Regel auf die jährliche Server Verfügbarkeit. Üblicherweise geben Provider eine Uptime von 99,99 Prozent an. Das bedeutet, dass der Server nur rund 53 Minuten im Jahr nicht erreichbar ist.

Worin besteht der Unterschied zwischen HDD und SSD?

Eine HHD (Hard Disk Drive) speichert Daten auf rotierenden Magnetscheiben. Dazu werden Schreib-/Leseköpfe verwendet, die an beweglichen Armen, den sogenannten Aktuatoren über die Scheiben bewegt werden. Die Datenspeicherung erfolgt durch eine Änderung der Magnetisierung in einem kleinen Teilbereich der Scheiben. Eine SSD (Soldid State Disk) besitzt keine beweglichen Teile. Die Daten werden in einem sogenannten Flashspeicher als einzelne Bits gespeichert. Eine SSD funktioniert ähnlich wie die Speicherkarten für Digitalkameras oder Smartphones.

Da eine SSD keine beweglichen Teile besitzt, können Daten wesentlich schneller gespeichert und wieder abgerufen werde. Die höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit hat beim Webhosting große Vorteile beim Laden insbesondere von dynamische Webseiten, die auf eine Datenbank zugreifen müssen. Daher bieten heute viele Provider in ihren Hostingpaketen für die Datenspeicherung SSDs an. Zumindest sollten die Datenbank auf einer SSD gespeichert werden.

Was sind Scriptlaufzeiten, CPU und Arbeitsspeicher?

Als Scriptlaufzeit wird die Zeit bezeichnet, die ein Script auf einem Server zur Erledigung einer Aufgabe zur Verfügung steht. Wenn beispielsweise ein PHP Script eine Datenbankabfrage für eine WordPress Webseite in dieser Zeit nicht erledigen kann, bricht das Script ab. Es wird eine Fehlermeldung ausgegeben und die Webseite kann dem Besucher nicht angezeigt werden.

Die CPU ist der zentrale Prozessor eines Webservers. Die CPU erledigt alle Operationen, die zum Anzeigen einer Webseite erforderlich sind. Dabei nutzt die CPU den Arbeitsspeicher zum Zwischenspeichern von Ergebnissen und häufig benötigten Funktionen. Die Rechenleistung des Prozessors und die Größe des Arbeitsspeichers haben einen entscheidenden Einfluss auf die Performance einer Webseite. Je größer der Arbeitsspeicher rund je schneller der Prozessor ist, um so leistungsfähiger ist das gesamte System. Insbesondere beim Shared Hosting kann der Zugriff von mehreren Webseiten gleichzeitig auf die CPU und den Arbeitsspeicher zu Leistungseinbußen und Wartezeiten bei der Anzeige einer Webseite im Browser führen. Durch den gleichzeitigen Zugriff kommt es häufig zu einer Überschreitung der Scriptlaufzeiten, wenn das Script auf den Prozessor warten muss.

Was ist beim Email Hosting zu beachten?

Zu jedem Webspace gehören E-Mail Adressen, die entweder auf dem gleichen Server oder auf einem separaten E-Mail Server beim Provider gehostet werden. In der Regel bieten Provider bei jedem Hostingpaket eine ausreichende Zahl Postfächer für ihre Kunden. Oft wird mit mehreren tausend möglichen Postfächern geworben, die allerdings kaum jemand benötigt. Wichtiger ist, das sogenannte Aliase und E-Mail Weiterleitungen eingerichtet werden können. Mit SMTP werden E-Mails versendet. Die Abkürzungen POP3 und IMAP geben Auskunft darüber, wie E-Mails empfangen werden können. Bei IMAP werden die Mails zwischen den E-Mail Programmen auf dem PC oder Smartphone und dem Server zum Beispiel bei einer Bearbeitung und dem Versenden einer Antwortmail synchronisiert.

Bei POP3 werden die Mails immer vom E-Mail Host heruntergeladen, um sie zu lesen oder zu bearbeiten. Es findet bei der Nutzung von POP3 keine Synchronisierung statt. Wichtig beim E-Mail Hosting ist eine SSL-Verschlüsselung beim Versand der Mails. Kann das Sender Policy Framework, abgekürzt SPF genutzt werden, können die Empfänger einer E-Mail darüber informiert werden, von welchem IP-Adressen E-Mails für die eigene Domain versendet werden dürfen. Die DMARC-Richtlinie dient dazu, E-Mail Empfänger darüber zu informieren, dass die versendete E-Mail sowohl mit SPF als auch mit dem DKIM (DomainKeys Identified Mail) Verfahren geschützt wurde. Gleichzeitig kann dem Empfänger mitgeteilt werden, wie er eine E-Mail behandeln und den Absender informieren soll, wenn eine Prüfung der Mail fehlgeschlagen ist. SPF und DMARC sind wichtige Sicherheitsfunktionen, auf die beim Email Hosting geachtet werden sollte.

Was ist ein Backup – warum ist es wichtig?

Als Backup wird die Datensicherung der Daten einer Datenbank und der Dateien einer Webseite bezeichnet. Mit den Backup-Dateien können eine Webseite und eine Datenbank für den Fall, dass die ursprünglichen Dateien verloren gehen oder zerstört werden, wieder herstellt werden. Backups werden beim Provider zum Beispiel beim Shared Hosting und beim Managed Hosting meist täglich und automatisch vorgenommen, sodass sich Kunden nicht um die Datensicherung kümmern müssen. Nutzer von Dedicated Servern sind jedoch selbst für eine regelmäßige Datensicherung verantwortlich. Backups können als vollständige und inkrementelle Sicherungen durchgeführt werden. Ein Full System Backup erstellt ein vollständiges Abbild des Computers, und der Benutzer kann dann alle Datenänderungen bis zu diesem Zeitpunkt rekonstruieren. Bei der inkrementellen Datensicherung werden nur neue oder geänderte Daten oder Datendateien gesichert.

Wie wichtig ist der Kundenservice beim Webhosting?

Der Kundenservice ist ein wichtiges Auswahlkriterium beim Webhosting. Probleme bei der Einrichtung einer Webseite oder technische Probleme können für eine E-Commerce Webseite existenzbedrohend sein. Ein guter Kundeservice ist zumindest während der normalen Geschäftszeiten telefonisch erreichbar. In der übrigen Zeit, am Wochenende und an Feiertagen sollte ein Kontakt per E-Mail möglich sein, wobei die Reaktionszeit des Supports auch an Feiertagen optimalerweise nicht länger als ein paar Stunden ist. Provider, die Wert auf einen guten Kundenservice legen, bieten für den Support eine kostenlose Hotline an.

Welchen Serverstandort sollte man für das Webhosting wählen?

Bei der im Mai 2018 in Kraft getretenen neuen DSGVO spielt sowohl der Sitz des eigenen Unternehmens wie auch der Serverstandort eine Rolle. Wer auf der sicheren Seite sein will und die Kontrolle über seine Daten behalten möchte, der wählt Deutschland als Serverstandort oder zumindest einen Standort in der EU, da hier mit der DSGVO die gleichen strengen Datenschutzbestimmungen gelten. Ein Serverstandort in den USA kann im Einzelfall etwas günstiger sein, hat jedoch erhebliche Nachteile bei der Datensicherheit. In den USA können das FBI, CIA und andere Dienste jederzeit auf die Daten zugreifen, ohne den Eigentümer darüber informieren zu müssen. Bei einem Server mit Standort in Deutschland ist dies ausgeschlossen. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Datenübertragung zu den Besuchern einer Webseite, da der Server näher an den Usern ist, sodass die Übertragungswege deutlich kürzer sind.

Was ist PHP und wozu wird es benötigt?

PHP steht für Hypertext Preprocessor. PHP ist eine leistungsstarke OpenSource Server-Skriptsprache und wird zum Erstellen dynamischer und interaktiver Webseiten verwendet. Der Großteil der WordPress-Software ist in PHP geschrieben. Daher muss für die Erstellung einer Webseite mit WordPress und anderen CMS PHP auf dem Server verfügbar sein. Der PHP Code wird in den HTML Code einer Webseite eingebettet. Der Webserver kombiniert die Ergebnisse des interpretierten und ausgeführten PHP-Codes. PHP-Code kann zudem mit einer Befehlszeilenschnittstelle (CLI) ausgeführt und zur Implementierung eigenständiger grafischer Anwendungen verwendet werden.

Was ist eine MySQL Datenbank?

MySQL ist ein relationales Datenbanksystem mit vollem Funktionsumfang (RDBMS), das mit Oracle DB und Microsofts SQL Server konkurriert. MySQL wird von der schwedischen Firma MySQL AB gesponsert, die der Oracle Corp. gehört. Der MySQL-Quellcode ist jedoch frei verfügbar, da er ursprünglich als Freeware entwickelt wurde. MySQL ist mit allen gängigen Betriebssystemen kompatibel. MySQL ist beliebt für Web-Hosting-Anwendungen wegen seiner Fülle von Web-optimierten Funktionen und weil es kostenlos zur Verfügung steht. Es ist Teil der Linux-, Apache-, MySQL-, PHP (LAMP) -Architektur, einer Kombination von Plattformen, die häufig zur Bereitstellung und Unterstützung erweiterter Webanwendungen verwendet wird. MySQL betreibt die Back-End-Datenbanken einiger Webseiten wie Wikipedia, Google und Facebook. CMS wie WordPress oder Joomla benötigen ebenfalls eine MySQL Datenbank.

Nützliche Tools und Programme für das Webhosting

Homepage Baukasten: Mit einem Homepage Baukasten können Webseiten mit wenigen Klicks erstellt und veröffentlicht werden. Dazu stehen in einem Homepage Baukasten für unterschiedliche Branche und Zwecke Webseitenvorlagen zur Verfügung, die mit den eigenen Texten und Bildern oder Videos gefüllt werden. Einige Service Provider stellen ihren Kunden Homepage Baukästen im Rahmen des Webhosting kostenlos zur Verfügung.

Content Management System: Ein Content Management System, abgekürzt CMS, ist allgemein eine Softwareanwendung oder eine Gruppe von aufeinander abgestimmten Anwendungen, die genutzt werden, um digitale Inhalte zu erstellen, verwalten, teilen und pflegen. CMS werden in Unternehmen und für die Erstellung und Verwaltung von Webseiten eingesetzt. Die bekanntesten CMS sind

  • WordPress
  • Joomla
  • Typo3
  • Drupal

Alle diese CMS sind OpenSource Programme und können kostenlos installiert und genutzt werden. WordPress wurde ursprünglich als Blogging Software entwickelt und ist heute das beliebteste und weltweit am meisten genutzte CMS für die Erstellung von dynamischen Webseiten. WordPress kann bereits nach einer kurzen Einarbeitungszeit genutzt werden. Joomla rangiert an der zweiten Stelle der Beliebtheitsskala. Joomla ist ebenfalls einfach anzuwenden. Typo3 ist ein sehr komplexes CMS und erfordert eine längere Einarbeitungszeit. Typo3 eignet ähnlich wie Drupal für die Erstellung und Verwaltung komplexer, mehrsprachiger Webseiten.

Shop System: Wer eine Onlineshop eröffnen möchte, der benötigt ein Shop System. Mit einem Shop System können ohne Programmierkenntnisse Kategorien und Produkte angelegt und Produktbeschreibungen erstellt oder Preise eingegeben werden. Zudem bieten die meisten Systeme die Möglichkeit, verschiedene Bezahlmöglichkeiten und Versandoptionen anzubieten. Einige Provider bieten ihren Kunden meist gegen Bezahlung ein eigenes Shops System. Im Web sind zudem kostenpflichtige und kostenlose OpenSource Shop Systeme wie Magento oder Shop-Erweiterungen für WordPress wie WooCommerce erhältlich.

Statistikprogramme und Logfile Analysen: Statistikprogramme und Logfile Analysen liefern Informationen über die Anzahl der Besucher, die Anzahl der Seitenaufrufe, die Besuchsdauer oder welche Browser Besucher verwenden, woher die Besucher auf die Webseite gelangt sind und vieles mehr. Dies Daten sind wichtig, um beurteilen zu können, wie erfolgreich eine Webseite ist und wo gegebenenfalls Verbesserungen bei der Nutzerfreundlichkeit oder bei der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen der Suchmaschinen vorgenommen werden müssen. Logfile Analysen beziehen sich auf die Server-Log-Datei und analysieren die in der Log-Datei enthaltenen Werte. Statistikprogramme nutzen in der Regel Informationen direkt von der Webseite.

Administrationssoftware für Webhosting: Die Administrationssoftware ist die Schnittstelle zwischen Administrator und Server. Mit ihr kann ein Administrator über eine webbasierte Oberfläche neue Websites auf dem Webspace einrichten und die Dateien der Webseite verwalten, E-Mail-Accounts und Autoresponder einrichten, Client- und Site-Vorlagen erstellen oder die Ressourcenzuordnungsparameter für die Domains und / oder Clients festlegen. Die bekanntesten Administrationsprogramme sind Plesk, cPanel, ZPanel, OpenPanel und das mittlerweile nicht mehr weiterentwickelt Confixx.

FTP Programme: FTP steht für File Transfer Protocol. FTP-Clients werden zum Hochladen, Herunterladen und Verwalten von Dateien auf einem Server verwendet. FTP ist ein häufig verwendetes Protokoll zum Austausch von Dateien über ein beliebiges Netzwerk. Bei einer FTP-Übertragung sind zwei Computer beteiligt: ein Server und ein Client. Der FTP-Server, auf dem die FTP-Serversoftware ausgeführt wird, überwacht das Netzwerk auf Verbindungsanforderungen von anderen Computern. Der Clientcomputer, auf dem die FTP-Clientsoftware ausgeführt wird, initiiert eine Verbindung zum Server. Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann der Client eine Reihe von Operationen ausführen, wie das Hochladen von Dateien auf den Server, das Herunterladen von Dateien vom Server, das Umbenennen oder das Löschen von Dateien auf dem Server. Es gibt zahlreiche FTP-Client- und Server-Programme wie beispielsweise Filezilla oder WS FTP Lite, die kostenlos genutzt werden können.

SSH: SSH ist die Abkürzung von „Secure Socket Shell“. Dabei handelt es sich um Netzwerkprotokoll, das Administratoren den sicheren Zugriff auf einen Remote-Computer ermöglicht. SSH bezieht sich auf die Dienstprogramme, die das Protokoll implementieren. Secure Shell bietet eine starke Authentifizierung und sichere verschlüsselte Datenkommunikation zwischen zwei Computern, die über ein unsicheres Netzwerk wie das Internet verbunden sind. SSH wird häufig von Netzwerkadministratoren für die Fernwartung von Systemen und Anwendungen verwendet, sodass sie sich über ein Netzwerk bei einem anderen Computer anmelden, Befehle ausführen und Dateien von einem Computer auf einen anderen übertragen können.

Content-Management-Systeme und Homepage Baukästen für professionelle Webseiten

Das Internet ist dynamisch – und die meisten Webseiten sind es inzwischen auch. Im Gegensatz zu statischen Webseiten, bei denen der Inhalts sich meist nicht ändert, bieten dynamische Webseiten ständig neue Inhalte und sind somit wesentlich interessanter für Besucher. Die Inhalte der Webseite werden getrennt vom Layout in Datenbanken gespeichert und sind somit einfach zu ändern, hinzuzufügen oder zu löschen.

Content-Management-Systeme, kurz CMS genannt, erlauben das relativ einfache Erstellen und Pflegen solcher dynamischen und somit professionellen Webseiten. Einmal installiert und konfiguriert, können die Inhalte ganz einfach eingestellt oder bearbeitet werden. Die Bedienung verbreiteter CMS ist dabei sehr Anwenderfreundlich. Inhalte können in einer grafischen Oberfläche, ähnlich einem Textverarbeitungsprogramm, eingestellt und überarbeitet werden.

Häufig findet man bei Webhosting Providern CMS in Form eines Homepage Baukastens. Die Webseite lässt sich damit erstellen, jedoch ist der Nutzer in der Gestaltung eingeschränkt. Größeren Spielraum bieten selbst installierte CMS (Anleitung zur WordPress Installation) wie WordPress, Drupal oder Joomla, welche durch Plugins (Erweiterungen) oder Themes (Designs) nach den eigenen Wünschen gestaltet werden können. Weiterhin können für solche Systeme natürlich auch eigene Änderungen am Quellcode vorgenommen werden, was bei einfachen Homepage Baukästen oft nicht der Fall ist.

Interessante Webhosting Zusatzfunktionen

Bisher wurden schon einige Aspekte beleuchtet, die bei der Wahl eines Webhosting-Pakets berücksichtigt werden sollten. Es gibt außerdem einige Zusatzfunktionen, die nicht fehlen sollten.

Dazu zählt auf jeden Fall die Option, eigene E-Mail-Postfächer passend zur Domain erstellen zu können. Mit einer Mail-Adresse wie etwa „[email protected]“ wird die Kommunikation professionell. Und professionelles Auftreten schafft Vertrauen. Für einen Shop ist es besonders wichtig, dass potentielle Kunden dem Webhoster vertrauen. In einem Geschäft kann dies leichter durch den direkten Kontakt zum Kunden aufgebaut werden. Im Internet ist Professionalität ein Kriterium, an dem Besucher sich orientieren. Zudem können geschäftliche und private Nachrichten einfach getrennt werden.

Wer über keinerlei Programmierkenntnisse verfügt, profitiert von Homepage-Baukästen. Mit einem solchen Tool lassen sich Seiten selbst hosten, ohne selbst coden zu müssen.

Eine Alternative zu den Homepage-Baukästen wären CMS wie WordPress. Da sich nicht jeder Kunde mit der Installation von Web-Scripten auskennt oder es nicht lernen will bieten viele Provider sogenannte Script Installer an. Diese installieren Scripte komplett automatisch auf dem Webhosting Paket des Kunden und können diese Scripte oft sogar aktualisieren (auf dem Neusten Stand halten). Somit muss der unbedarfte Kunde nicht fürchten das seine Webseite durch eine Sicherheitslücke (Anleitung zur WordPress Sicherheit) eines veralteten Scripts gefährdet ist.

Kostenloser Webspace? Hiermit müssen Kunden rechnen

Neben der Möglichkeit kostenpflichtigen Webspace bei einem Webhosting Provider zu mieten, gibt es auch Anbieter die Webspace kostenlos zur Verfügung stellen.

Kostenloses Webhosting klingt verlockend. Allerdings ist es nur logisch, dass irgendwo ein oder mehrere Haken vorhanden sein müssen – verschenkt wird auch im Internet nichts!

Die Anbieter von kostenlosem Webhosting müssen auf der einen Seite etwas verdienen, auf der anderen Seite sparen. Die Folge ist, dass Anbieter zur Finanzierung der Server und Unkosten beispielsweise Werbung auf den Nutzer Webseiten platzieren. Bei privaten Webseiten stört das vielleicht nicht. Ein Unternehmen möchte solche Fremdwerbung sicher nicht auf seiner Seite. Das wirkt unprofessionell.

Die Nutzung von Scripts, wie PHP, oder CMS, wie WordPress, ist bei vielen Anbietern möglich. Da sich jedoch alle kostenlosen Webspace Nutzer die Server Ressourcen teilen kann die Nutzung solcher Funktionen langsam sein. Es empfiehlt sich daher keine Ressourcenhungrigen Funktionen, wie Shop Systeme oder WordPress Installationen mit vielen Plugins, auf einem kostenlosen Webspace zu betreiben.

Kostenloses Webhosting ist eigentlich nur für private Anwender interessant, die keine hohen Besucherzahlen erwarten und keine umfangreichen Funktionen auf der Webseite nutzen.

Da die Preise für Webhosting heutzutage sehr niedrig sind, bietet es sich auch im Privatbereich an für kleines Geld zu einem professionellen Provider zu gehen. Nur so hat man die Garantie das die Webseite auch morgen noch erreichbar ist.