Private Blog Netzwerke sind eine Form von Black-Hat-SEO, die darauf abzielt, die eigene Webseite innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Google-Suchergebnisse zu befördern. PBNs funktionieren auch heute noch und für eigene Projekte können diese durchaus genutzt werden, allerdings sollten Private-Blog-Networks niemals für Kunden-Websites eingesetzt werden.

Wie der Name schon sagt ist ein privates Blog-Netzwerk ein Netz aus vielen verschiedenen Blogs / Websites, die unterschiedliche Themen haben. Alle diese Blogs werden von einer einzigen Person betrieben. Wenn nun eine Kundenseite oder ein anderes Projekt besser in den SERPs ranken soll, so werden einfach dofollow Backlinks von diesen Seiten gesetzt, was einer natürlichen und hochwertigen Verlinkung gleichkommt.

Damit Google nicht merkt, dass es sich um ein Netzwerk von Blogs handelt, werden die verschiedenen Domains oft privat registriert. Zusätzlich liegen die einzelnen Seiten auf unterschiedlichen Servern von unterschiedlichen Anbietern, sodass auch Server-Standort und IP-Adresse immer unterschiedlich sind. Auch im Impressum stehen stets andere Namen, bzw. überhaupt kein Name.

Aber warum nutzt man für ein Seiten-Netzwerk zum Linkbuilding überhaupt Blogs? Ganz einfach: Google ist nach wie vor der Meinung, dass Links von Blogs von höherer Qualität sind als Links, die von anderen Seiten kommen. Dies ist durchaus nachvollziehbar, denn Blogs werden meist von Einzelpersonen betrieben, die auch in ihrer Freizeit daran arbeiten. Zusätzlich werden in Blogs aktuelle Themen behandelt, die eine hohe Relevanz aufweisen.

Wichtig bei PBNs ist, dass die einzelnen Domains nicht untereinander verlinkt werden. Dieses Vorgehen hat vor einigen Jahren noch funktioniert, Google merkt mittlerweile jedoch, wenn bestimmte Seiten unnatürlich miteinander verlinkt werden und wertet einfach alle Links dieses Netzwerkes ab.

Heute werden Private Blog Netzwerke des Öfteren von erfahrenen SEOs für eigene Projekte genutzt, die kurz gepusht werden sollen, dann aber ruhig im Nirvana landen dürfen. Private Blog Netzwerke für Kundenseiten zu verwenden ist jedoch nicht ratsam, denn es ist oft nur eine Frage der Zeit, bis Google eine Verbindung herstellen kann und die Seiten radikal abstraft.

Wenn du als Auftraggeber einen SEO oder eine SEO-Agentur mit einer Kampagne zur Suchmaschinenoptimierung beauftragst, dann achte auf jeden Fall darauf, dass im Dienstleistungsvertrag die Nutzung von Black-Hat-SEO ausdrücklich nicht gestattet ist.