SEO-Ratgeber
7. Meta-Angaben

Die Meta-Angaben spielen in der Suchmaschinenoptimierung eine sehr wichtige Rolle, denn sie stehen innerhalb eines HTML-Dokuments im Header-Bereich, sie sind damit das erste, was der Crawler einer Suchmaschine zu Gesicht bekommt, sobald er sich auf der Webseite befindet.

Die Meta-Angaben Titel und die Beschreibung, stellen einen wichtigen Ranking-Faktor innerhalb der OnPage-Optimierung dar. Wie andere Bereiche der Suchmaschinenoptimierung haben sich die Anforderungen an die Meta-Angaben mit der Zeit durch verschiedene Algorithmus-Updates von Google geändert, sodass ältere Websites heute weniger den Anforderungen moderner Suchmaschinen entsprechen und oft schon überholte Meta-Angaben enthalten.

Die Anforderungen von Suchmaschinenbots an die Meta-Angaben einer Webseite sind grundsätzlich für alle Arten von Seiten gleich, allerdings eignen sich bestimmte Inhalte nur für Business- und Firmenwebsites, während Blogs und Online-Shops auch den Besucherstrom im Auge behalten sollten.

Im Folgenden erfährst du alles über die wichtigsten Meta-Angaben und wie du diese sowohl für Suchmaschinen, als auch für Website-Besucher optimierst.

7.1 Titel

Der Titel einer Webseite, der in der Titelleiste des Browserfensters angezeigt wird, war schon immer eines der wichtigsten Ranking-Faktoren innerhalb der OnPage-Suchmaschinenoptimierung und daran hat sich bis heute kaum etwas verändert. Google & Co. nutzen den Inhalt dieses Meta-Tags als Titel für das Suchergebnis.

Title der Deutsches Wikipedia Seite
Title der Deutsches Wikipedia Seite

Der Titel ist allerdings keine Meta-Angabe im eigentlichen Sinne, da es in validem HTML einen eigenen Tag für den Titel gibt, der im Header-Bereich einer Webseite untergebracht wird:

<head>
<title>Dies ist der Website-Titel</title>

</head>

In den Suchergebnissen sticht der Titel eines Ergebnisses dem Suchmaschinennutzer als erstes ins Auge und die Entscheidung, ob der Nutzer deine Seite anklickt, wird in weniger als 1 Sekunde getroffen. Dies ist der Hauptgrund, warum der Seitentitel so gut wie möglich optimiert werden sollte und warum Google sehr viel Wert auf die korrekte Nutzung dieses Meta-Tags legt. Gute Meta-Titel sollten folgende Anforderungen erfüllen:

  • Das Hauptkeyword sollte 1 mal vorkommen
  • Das zweit-wichtigste Keyword sollte 1 mal vorkommen
  • Der Titel soll potentiellen Besuchern den Inhalt der Seite vermitteln
  • Für Online-Shops: Der Titel sollte eine Handlungsaufforderung beinhalten

Der Inhalt der Titel-Angabe ist für Google so wichtig, dass die beiden wichtigsten Keywords in jedem Falle im Titel vorhanden sein sollten; das Hauptkeyword ist also am besten das erste Wort im Seiten-Titel. Der ideale Seitentitel sieht also aus wie folgt:

SEO Berlin – Agentur für Suchmaschinenoptimierung | Name GmbH

Dieser Titel setzt sich wie beschrieben aus dem wichtigsten Keyword zusammen, in diesem Falle ein Mid-Tail-Keyword: „SEO Berlin“. Anschließend folgt das zweitwichtigste Keyword, auf das die Seite optimiert werden soll, in diesem Falle ein weiterer Mid-Tail-Begriff: „Agentur für Suchmaschinenoptimierung“. Anschließend folgt der Name der Domain oder des Unternehmens – dies dient Branding-Zwecken und unterstützt dich bei der Etablierung einer Marke im Internet, was für Google immer wichtiger wird.

Für Online-Shops hingegen solltest du eine andere Art des Titels wählen, da du hier ausschließlich auf kauf- oder handlungs-bereite Besucher abzielst. Eine Handlungsaufforderung ist also unabdinglich, weshalb der ideale Titel für eine Seite eines Online-Shops folgendermaßen aussieht:

Jetzt Schuheinlagen günstig online bestellen | Online-Shop.de

Das Hauptkeyword ist in diesem Fall nicht klar begrenzbar, da zum Beispiel „Schuheinlagen“ ein Short-Tail-Keyword ist, der komplette Begriff „Schuheinlagen online bestellen“ einen Mid-Tail-Begriff darstellt. Dieser Titel dient als eine aktive Aufforderung an den Website-Besucher und Suchmaschinen-Nutzer, die Seite anzuklicken und eine Bestellung vorzunehmen. Anschließend folgt erneut der Brand-Name. Das Prinzip der Unterbringung eines Handlungsanreizes innerhalb des Titels einer Webseite stammt aus dem Suchmaschinen-Marketing und ist für Online-Shops die ideale Lösung, um kaufbereite Kunden auf einen Shop zu lenken.

Long-Tail-Keywords wie zum Beispiel „Staubsauger ohne Beutel in Hannover kaufen“ eignen sich für den Titel einer Seite nur bedingt, da LTKs oft einfach zu lang sind, um diese effizient einbinden zu können – diese Keywordgruppen gehören deshalb eher in die Beschreibung einer Seite, also in den Description-Tag einer Website.

Die perfekte Länge des Titels in Zeichen lässt sich nur schwer bestimmen, da Google bereits seit längerem nicht mehr eine bestimmte Anzahl von Zeichen als Richtwert vorgibt, sondern die Breite des Titels in Pixeln. Ein Titel kann eine maximale Breite von 512 Pixeln haben, weswegen sich der ideale Titel in der Regel aus 55 Zeichen zusammensetzt.

Google Suchergebnisse: Title & Meta Beschreibung
Google Suchergebnisse: Title & Meta Beschreibung

7.2 Description

Bereits vor einigen Jahren hat Google offiziell erklärt, dass die Meta-Beschreibung, also der „Description“-Meta-Tag kein richtiger Ranking-Faktor mehr ist, was unter anderem damit zusammenhängt, dass Google bei Seiten ohne Description-Angabe automatisch Auszüge aus dem Fließtext einer Seite als Beschreibung verwendet und selbst wenn eine Beschreibung vorhanden ist, hält sich die Suchmaschine manchmal nicht daran und verwendet eine Beschreibung aus dem Text, was zum Beispiel der Fall sein kann, wenn die Description mangelhaft ist oder die Länge nicht passend für ein Snippet in den Suchergebnissen ist.

Google Suchergebnisse: Title & Meta Beschreibung
Google Suchergebnisse: Title & Meta Beschreibung

Lohnt es sich also, eine Beschreibung für jede einzelne Seite einer Website anzufertigen, wenn diese eh nicht mehr in das Ranking mit einfließt? Die Antwort lautet ganz klar JA, denn auch wenn die Existenz oder die Länge einer Meta-Beschreibung keinen Einfluss auf das Ranking einer Webseite haben, so kannst du durch einen kreativen Text den Suchmaschinen Nutzer zum klicken deines Suchergebnisses anregen.

Die Meta-Beschreibung ist eine echte Meta-Angabe, sie wird – genau so wie der Titel einer Seite – innerhalb der Header-Sektion einer HTML-Seite angegeben und zwar mit Hilfe eines Meta-Tags. Eine Meta-Beschreibung wird folgendermaßen in einen HTML-Code eingefügt:

<head>

<meta name=„description“ content=„Dieser Text ist die Beschreibung der Seite“>

</head>

Wie beim Titel auch, solltest du deine beiden wichtigsten Keywords in der Description unterbringen. Dies ist nicht nur für den Crawler von Suchmaschinen wichtig, sondern auch für die potentiellen Besucher deuber Seite, die ein Snippet in den Suchergebnissen sehen, denn nach dem Titel ist die Beschreibung das zweite Element, das der Suchmaschinennutzer aktiv wahrnimmt.

Die ideale Länge der Meta-Beschreibung hängt von einem wichtigen Faktor ab, der vor allem für Blogs und News-Websites eine Rolle spielt, denn oft wird das Datum eines Beitrages oder eines Artikels der Description in der gleichen Zeile (also unter der URL innerhalb des SERP-Snippets) vorangestellt. Da Google auch hier nicht auf die Anzahl an Zeichen fixiert ist, sondern auf die Breite der Beschreibung in Pixeln (nämlich ca. 500 Pixel), gibt es für die perfekte Länge einer Beschreibung lediglich Richtwerte, die nicht bindend sind:

  • Kein Datum vor der Beschreibung: Maximal 156 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
  • Datum vor der Beschreibung: Maximal 139 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

Natürlich soll die Beschreibung in erster Linie dem Nutzer einer Suchmaschine gefallen und diesem mitteilen, dass die Seite Content von hoher Qualität liefert und er dort genau das findet, nach was er sucht. Für Online-Shops sollte hier also – ähnlich wie bei der Titel-Angabe einer Seite – auch ein Handlungsanreiz, bzw. eine Aufforderung zum Kauf untergebracht werden. Eine exemplarische Meta-Angabe für Online-Shops könnte folgendermaßen aussehen:

Jetzt Fachbücher und Software bequem im Internet bestellen – Sicher online bezahlen mit PayPal.

Diese Beschreibung ist kurz und bündig, beinhaltet die beiden wichtigsten Short-Tail-Keywords der fiktiven Seite („Schuheinlagen“ und „Einlegesohlen“) und vermittelt dem Nutzer gleichzeitig den Vorteil der Seite, mit PayPal bezahlen zu können. Auch für Nicht-Shops können Handlungsaufforderungen ein Plus an Klicks mit sich bringen, zum Beispiel, wenn du deinen potentiellen Besucher dazu bewegen möchtest, sich über einen Sachverhalt zu informieren. Ein Beispiel:

Suchmaschinen-Optimierung aus Berlin für Online-Shops und Business-Websites | Jetzt informieren und unverbindlich anfragen!

Diese Beschreibung besteht aus einem Long-Tail-Keyword („Suchmaschinen-Optimierung aus Berlin für Online-Shops“) und einer Handlungsaufforderung, die den Nutzer der Suchmaschine dazu bewegen soll, eine unverbindliche Anfrage zu starten, nachdem er sich auf der Seite informiert hat.

Der Nutzer weiß nun, dass die Seite, zu der diese Beschreibung gehört, das Thema Suchmaschinenoptimierung behandelt, einen Service anbietet und der Handlungsfokus auf Berlin konzentriert ist. Gerade für ortsabhängige Suchmaschinenoptimierung („Local SEO“) sind Namen von Städten, Ländern oder Bundesländern sehr wichtig und können einen Ranking-Vorteil in der lokalen Suche mit sich bringen.

7.3 Keywords

Das Keyword-Tag ist wohl eines der meist-umstrittenen Themen im Bereich des SEO, denn viele Suchmaschinen, wie zum Beispiel auch Google, rechnen diese Meta-Angabe nicht mehr mit in das Ranking einer Webseite hinein und manche Suchmaschinen lesen diesen Tag sogar überhaupt nicht mehr aus, weshalb viele SEOs diese Meta-Angabe überhaupt nicht mehr benutzen.

Nachdem die ersten Suchmaschinen eigentlich nur von Hand gepflegte Link- und Artikel-Verzeichnisse waren, haben sich irgendwann Crawler- und Index-gesteuerte Suchmaschinen wie Google etabliert und diese haben in der Anfangszeit hauptsächlich die Keywords und deren Dichte auf einer Seite analysiert, später weitete sich dieses Vorgehen auf auf die Meta-Keywords aus.

Dieses System ist allerdings sehr einfach zu täuschen, da es dann kaum eine Rolle spielt, welche Inhalte die Seite wirklich bietet, solange die Keywords in den Meta-Angaben mit den Suchanfragen übereinstimmen. Mittlerweile gibt es kaum noch Suchmaschinen, die Keyword-Tags überhaupt noch ins Ranking mit einfließen lassen, ausgelesen wird diese Meta-Angabe aber von den meisten.

Wenn die Haupt-Keywords einer Seite in den Meta-Tags gespeichert werden sollen, dann sollten lediglich ein bis drei Keywords angegeben werden, nie jedoch mehr als zehn Keywords für eine Einzelseite. Ein potentieller Keyword-Tag für eine fiktive Seite könnte folgendermaßen aussehen:

<head>

<meta name=„keywords“ content=„SEO, Webdesign, WordPress“>

</head>

Die einzelnen Keywords werden durch ein Komma getrennt. Prinzipiell kann ein Keyword-Tag aus beliebig vielen Keywords bestehen und auch heute findet man noch alte Websites, die teilweise mehr als 40 oder 50 Keywords beinhalten.

Da diese Meta-Angabe für Google mittlerweile so unwichtig geworden ist, spielt es eigentlich keine Rolle, ob Duplicate Content oder Keyword-Stuffing betrieben wird, allerdings sollte die Keywords-Angabe wirklich nur die wichtigsten Keywords enthalten.

In Russland sah diese Situation früher anders aus, teilweise aber auch heute noch: Die größte russische Suchmaschine namens „Yandex“, die in Russland einen Marktanteil von mehr als 70% innehat (also vergleichbar mit der Marktmacht von Google in Amerika und Europa), legte ausschließlich wert auf die Anzahl von Backlinks und die Keyword-Dichte, was zu Keyword-Spam und damit auch zu schlechten Suchergebnissen führte. Aus diesem Grund werden in Teilen Russlands Backlinks überhaupt nicht mehr gewertet, allerdings ist Keyword-Spam immer noch ein sehr großes Problem im russischsprachigen Bereich des Internets.

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